Sind Sie über die ökonomischen Hintergründe der Psychotherapeuten informiert?
Als niedergelassener Psychol. Psychotherapeut, kann ich aus den Entscheidungen der Kassen und der Politik nur davon ausgehen, dass wenig Wissen zur Situation besteht. Nur 1 Aspekt:
Vor der letzten Kürzung konnte eine Praxis maximal (36 Therapiestd. / Woche = kalkulatorisch 52 Arbeitsstd. /Woche) einen Umsatz von 190000 Euro erwirtschaften. Ohne Personal (d.h. mit weiterem Zeitaufwand) durchschnittl. Praxiskosten 35000 Euro, Krankenkasse (15000) und Rentenvers. (18000) sind als Unternehmer voll zu tragen, Überschuss 120 000 Euro, nach Steuer max. Nettoeinkommen monatlich 6000 Euro. Bei "nur" 40 Stunden, bleiben max. 4000 Euro übrig. Studium min. 5 Jahren, 5jährigen Zusatzausbildung Kosten ca. 30000 Euro. Praxiskauf ca. 30 - 80000 Euro. Ist das "angemessene Vergütung"?
Ich bilde selbst Therapeuten aus, meine Tochter wird Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin. Fast alle in der Weiterbildung leben mit Unterstützung der Eltern oder des Ehemannes - Psychotherapie ist kein Hobby!
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Mit freundlichen Grüßen
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