Stimmen Sie der automatischen Kopplung des Rentenalters zu ja oder nein?
Sehr geehrte Frau H.,
haben Sie vielen Dank für Ihre Frage.
Der demografische Wandel stellt die Rentenversicherung vor enorme Herausforderungen. Immer weniger Beitragszahler stehen einer wachsenden Zahl an Rentnerinnen und Rentnern gegenüber, die zudem erfreulicherweise immer länger leben. Ohne eine verlässliche Anpassung des Renteneintrittsalters würden die Lasten einseitig auf jüngere Generationen und Beitragszahler abgewälzt werden.
Die Alterssicherungskommission schlägt deshalb vor, die Regelaltersgrenze ab 2032 moderat an die Lebenserwartung zu koppeln: Zugewinne an Lebenserwartung sollen im Verhältnis 2:1 auf Erwerbs- und Rentenphase verteilt werden. Nach heutigem Stand bedeutet das einen Anstieg um rund ein halbes Jahr pro Jahrzehnt, was einen maßvollen und vor allem planbaren Anstieg darstellt. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion setzt sich daher richtigerweise für eine zügige Umsetzung der Reformen ein.
Wichtig bleibt der soziale Ausgleich: Für langjährig Versicherte, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in ihrem Beruf arbeiten können, soll die bisherige "Rente ab 63" durch eine neue Schutzrente ersetzt werden. Gesunde Beschäftigte, die freiwillig länger arbeiten möchten, sollen dabei gezielt unterstützt werden.
Mit freundlichen Grüßen
Team Paul Ziemiak
