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Welche Schritte unternehmen Sie gegen die Kürzungen von psychotherapeutischen Leistungen. Ich würde mich mich über eine sachliche Antwort freuen, die über Betroffenheitsbekundungen hinausgeht.

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Ronald Gläser
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Frage von Franko S. •

Welche Schritte unternehmen Sie gegen die Kürzungen von psychotherapeutischen Leistungen. Ich würde mich mich über eine sachliche Antwort freuen, die über Betroffenheitsbekundungen hinausgeht.

Sehr geehrter Herr Gläsner,

am 12. März 2026 hat der Erweiterte Bewertungsausschuss beschlossen, die Honorare für ambulante Psychotherapie ab April um 4,5 % zu senken. Laut Bundespsychotherapeutenkammer ergibt sich real eine Kürzung von durchschnittlich 3,5 % – obwohl die Betriebskosten seit 2021 um bis zu 16 % gestiegen sind.

Das ist zum falschen Zeitpunkt: 2,1 Millionen Menschen sind jährlich auf diese Versorgung angewiesen, der Anteil unbehandelter psychischer Erkrankungen hat sich laut OECD seit 2021 von 4 auf 10 % erhöht, und die Wartezeiten auf Therapieplätze sind bereits heute untragbar. Psychotherapie macht gerade einmal 0,7 % der GKV-Ausgaben aus – und bringt laut Studien das 2- bis 4-fache an volkswirtschaftlichem Nutzen zurück. Über 120.000 Menschen haben binnen eines Tages gegen diesen Beschluss petitioniert.

Ich bitte Sie konkret: Setzen Sie sich für die Aufhebung des Beschlusses ein, unterstützen Sie eine Reform der Berechnungssystematik im Bewertungsausschuss.

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Antwort von AfD

Sehr geehrter Herr S.

ich will mehr Marktwirtschaft. Preise müssen sich auf Märkten bilden. Der Staat darf nicht alles festlegen. Unser Gesundheitssystem ist ebenso wie der ganze restliche Sozialstaat massiv überreguliert. Soviel vorab.

Über diese Honorare kann ich nichts sagen. Das klingt für mich nach einem verrückten System, wenn "Experten" festlegen, was eine Arbeitsleistung eines Mediziners kosten darf. Das kann zu hoch oder zu niedrig angesetzt sein.

Sie verlangen (zu Recht) eine vernünftige Antwort ohne die üblichen Betroffenheitsbekundungen. Das Beste, was ich Ihnen anbieten kann, ist, dass ich Sie an meine Kollegen im Bundestag verweise, die sich professionell mit Gesundheitsthemen befassen. Allen voran mein Kollege Martin Sichert, der Ihnen bestimmt eine fundiertere Antwort geben kann als ich. -> martin.sichert@bundestag.de

Mit freundlichen Grüßen

Ronald Gläser

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