Warum müssen es Supermärkte/Discounter/Bauhäuser etc. nicht den Kunden (gegen 10 Euro o. ä. Pfand) erlauben, mit dem Einkaufswagen schwere Waren bis nach Hause transportieren zu dürfen?
Statt dessen soll es strafbar sein, den goldwerten Einkaufswagen in dem ein Plastikchip steckt, zum transportieren des getätigten Einkaufs kurz mit nach Hause zu nehmen und dann zurück zu bringen: Verboten. Man bedenke dass man sein KFZ abgeschafft hat und mit dem Schleppen vor allem auch noch bevorratender Getränke etc. total überfordert ist! Gegen 10 oder 50 Euro Pfand müsste das doch wahrlich erlaubt sein nicht wahr. Man bringt den Einkaufswagen ja auch prompt wieder zurück!
Hallo Frau M.,
Vielen Dank für Ihre Nachricht und die nachvollziehbare Schilderung. Gerade für Menschen ohne Auto ist der Transport schwerer Einkäufe tatsächlich eine Herausforderung.
Einkaufswagen gehören allerdings zum Eigentum der jeweiligen Märkte. Sie sind in der Regel nicht für die Nutzung im öffentlichen Raum vorgesehen und aus versicherungs- und haftungsrechtlichen Gründen dürfen die Geschäfte sie nicht einfach „verleihen“. Hinzu kommt, dass Einkaufswagen häufig im Straßenraum stehen bleiben oder beschädigt werden, die Kosten dafür tragen dann am Ende alle Kundinnen und Kunden mit.
Ihre Idee eines Pfandsystems ist dennoch interessant. Einige Kommunen und Initiativen denken bereits über alternative Lösungen nach, zum Beispiel Lastenrad-Verleihsysteme, Einkaufs-Lieferdienste oder Quartiersangebote, bei denen Einkäufe klimafreundlich nach Hause gebracht werden. Gerade im Sinne einer nachhaltigen Mobilität und sozialer Teilhabe lohnt es sich, hier weiterzudenken.
Ich nehme Ihre Anregung gerne mit – denn alltagstaugliche, umweltfreundliche Lösungen für den Einkauf ohne Auto sind ein wichtiger Baustein für eine sozial gerechte Verkehrswende.
Liebe Grüße, Silke Backsen
