Alle reden von den viel zu hohen Preisen für Benzin und Diesel und was getan werden kann. Aber was ist mit den extrem gestiegenen Heizölpreisen? Mieter haben hier keine Wahl.

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Frage von Bianka T. •

Alle reden von den viel zu hohen Preisen für Benzin und Diesel und was getan werden kann. Aber was ist mit den extrem gestiegenen Heizölpreisen? Mieter haben hier keine Wahl.

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Sie haben recht, dass bei der aktuellen Debatte über hohe Energiepreise häufig Benzin und Diesel im Mittelpunkt stehen. Wer mit Heizöl heizt, kann den Energieträger aber nicht kurzfristig wechseln. Gerade Mieter haben auf die vorhandene Heizungsanlage ihres Gebäudes regelmäßig keinen unmittelbaren Einfluss.

Beim Heizölpreis muss man sauber unterscheiden. Der derzeit sehr hohe Preis entsteht nicht allein durch Steuern. Am 18. September 2026 liegt Brent-Rohöl bei rund 103 US-Dollar je Barrel. Noch stärker ins Gewicht fällt derzeit der hohe Preis für Gasöl, aus dem Heizöl hergestellt wird. Die aktuelle geopolitische Lage schlägt damit unmittelbar auf die Heizölpreise durch.

Gleichzeitig verteuert der Staat jeden Liter erheblich. Auf leichtes Heizöl fallen 6,135 Cent Energiesteuer je Liter an. Hinzu kommen die Kosten der CO₂-Bepreisung. Für 2026 werden die entsprechenden Emissionszertifikate innerhalb eines gesetzlichen Korridors von 55 bis 65 Euro je Tonne CO₂ versteigert. Die erste Versteigerung im Juli endete bereits bei der Obergrenze von 65 Euro.

Auf den gesamten Nettopreis kommt anschließend noch die Mehrwertsteuer von 19 Prozent. Sie wird damit auch auf Preisbestandteile erhoben, in denen Energiesteuer und CO₂-Kosten bereits enthalten sind. Bei einem Heizölpreis von deutlich über 1,70 Euro je Liter macht allein die Mehrwertsteuer mehr als 27 Cent je Liter aus.

Die gegenwärtige Preissteigerung hat damit einen erheblichen Marktanteil. Der Staat verstärkt die Belastung aber zusätzlich durch Steuern und die CO₂-Bepreisung.

Deshalb halte ich eine Senkung der staatlichen Belastung für richtig. Wer mit Heizöl heizt, darf bei Entlastungen nicht schlechter gestellt werden als Autofahrer bei Benzin oder Diesel. Gerade Haushalte, die ihre Heizungsart nicht selbst bestimmen können, brauchen eine spürbare Entlastung.

Dabei muss man auch ehrlich bleiben. Eine Senkung der Energiesteuer allein würde den derzeitigen Preissprung nicht vollständig ausgleichen. Eine Entlastung bei CO₂-Kosten und Mehrwertsteuer hätte deutlich mehr Wirkung.

Bei Mietwohnungen werden die CO₂-Kosten abhängig vom energetischen Zustand des Gebäudes zwischen Vermieter und Mieter aufgeteilt. Mieter tragen diesen Kostenblock daher nicht in jedem Fall vollständig.

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