Herr Minister Bilger, darf eine reine Kostenersparnis beim Führerschein jemals schwerer wiegen als die Sicherheit und das Leben unserer Kinder auf den Straßen?
Ich verfolge die geplante Fahrschulreform mit blankem Entsetzen. Als Mutter und Partnerin eines Fahrlehrers sehe ich die fatalen Folgen hautnah. Ein Menschenleben ist mit Geld nicht aufzuwiegen – erst recht nicht das unserer Kinder! Autofahren ist keine Spielerei, sondern eine lebensgefährliche Verantwortung. Darauf muss man professionell vorbereitet werden. Das schafft keine App und das können Eltern im privaten Auto ohne Doppelpedale nicht leisten. Mein Partner kämpft jeden Tag mit Herzblut für die Sicherheit seiner Schüler. Diese Reform tritt die wertvolle Arbeit von Fahrlehrern mit Füßen und spricht ihnen jegliche Bedeutung ab. Als Mutter fordere ich die bestmögliche Ausbildung für mein Kind. Diese enorme Verantwortung lasse ich mir nicht zuschieben! Die Reform vermittelt Jugendlichen: „Das schaffst du schon alleine“ – und das bei einer Generation, die ohnehin zur Selbstüberschätzung neigt. Kostenersparnis gegen Leben aufzuwiegen, ist ein Irrweg!
Sehr geehrte Frau L.,
vielen Dank für Ihre Nachricht an Steffen Bilger MdB.
Bitte wenden Sie sich mit Ihrem Anliegen direkt an das Bundesministerium für Verkehr per E-Mail an buergerinfo@bmv.bund.de.
Mit freundlichen Grüßen
Büro von Steffen Bilger MdB
