Was tun Sie konkret gegen den Sanierungsstau an Frankfurter Schulen?
Wie sich dieser Sanierungsstau in der Praxis auswirkt, erlebt mein Sohn seit Jahren. Seine Schulzeit am Gymnasium verbrachte er zu großen Teilen in provisorischen Baucontainern, während an benachbarten Schulen zeitweise Gebäudeteile wegen Einsturzgefahr gesperrt werden mussten.
Mittlerweile absolviert er eine Ausbildung zum Fachinformatiker bei der Deutschen Bahn. An seiner Frankfurter Berufsschule setzt sich das Problem leider nahtlos fort: Die Räume weisen Schimmel auf, die technische Infrastruktur ist für angehende IT-Kräfte völlig unzureichend und die Toiletten befinden sich in einem völlig inakzeptablen, unhygienischen Zustand. Die Schule vermittelt ihm das Gefühl, sich in einem Gefängnis zu befinden.
Es ist ein Widerspruch, dass wir dringend qualifizierte Fachkräfte für die Zukunft suchen, ihnen aber solche Lernbedingungen zumuten.
Daher meine Frage an Sie: Welche konkreten Schritte und Zeitpläne gibt es, um diese Zustände an den Frankfurter Schulen zeitnah zu beheben?
Sehr geehrte Frau B.,
vielen Dank für Ihre Nachricht zu den Schulsanierungen in Frankfurt. Für die Sanierung und Instandhaltung der Schulgebäude sind in Hessen die Kommunen selbst verantwortlich. In Frankfurt also das Dezernat XI für Bildung, Immobilien und Neues Bauen. Die Einflussmöglichkeiten des Landes sind hierbei begrenzt.
Wie Schulsanierung und -instandhaltung in Frankfurt besser funktionieren kann, dazu hat die CDU Frankfurt im Kommunalwahlprogramm 2026 konkrete Vorschläge gemacht. Hier eine Auswahl:
- Sanierungen und Neubauten für Schulen spürbar beschleunigen, indem klare Zeitpläne Transparenz schaffen, Kompetenzen im Schulbau gebündelt und kleinere Aufträge schneller vergeben werden.
- die Instandhaltung v.a. größerer Schulen an externe Facility-Management-Firmen vergeben.
- feste Ansprechpartner für jede Schule sowohl am ABI als auch am Schulamt einrichten, die sich innerhalb eines Arbeitstages zurückmelden.
- eine Instandhaltungs-Taskforce für die marodesten Schulen einrichten und zur Finanzierung auch die Fördervereine sowie interessierte Eltern einladen.
- in jeder Bildungsregion Frankfurts einen dauerhaften Auslagerungsstandort für umfangreiche Schulsanierungen einrichten, um den laufenden Schulbetrieb aufrechterhalten zu können.
- bislang ungenutzte Liegenschaften, die schon angekauft oder angemietet wurden, endlich für die schulische Nutzung bereitstellen.
- leerstehende Schulhausmeisterwohnungen sanieren und als Raum für den Schulbetrieb nutzen.
Gerne können Sie sich mit Ihren Anliegen und Fragen zur Schulpolitik in Frankfurt jederzeit direkt an die CDU-Fraktion im Römer wenden:
https://cdu-fraktion-frankfurt.de/
Mit freundlichen Grüßen
Tanja Jost MdL
