Befürworten Sie eine gesetzliche Priorisierung, nach der bei Sparzwängen zuerst die Politik (z.B. Verwaltungskosten) eine materielle Last trägt, bevor die Grundversorgung der Bürger gekürzt wird?
Sehr geehrter Herr Frei,
danke für Ihre Antwort vom 05.02. Ich konkretisiere mein Anliegen, da die Frage nach der Reihenfolge der Verantwortung offen blieb.
Während Sie strukturelle Reformen ansprachen, zielt meine Frage auf die ethische Priorisierung: Wie stellen Sie sicher, dass die Politik ihrem Schutzauftrag dadurch gerecht wird, dass sie bei Knappheit als erste Instanz Verzicht übt (z.B. bei Ministeriumsbudgets oder Apparatkosten), um die Rechtschaffenheit des staatlichen Handelns zu wahren?
Ich bitte um Stellungnahme zu diesem Prinzip der Vorbildfunktion, damit das Vertrauen in die Verlässlichkeit unserer Politik wieder vollumfänglich genesen kann.
In Erwartung einer Antwort, die das Vertrauen in die Vorbildfunktion unserer Politik stärkt.
Mit aufrichtigen Grüßen,
Matthias E.
Sehr geehrter Herr E.,
ich bin bei Ihnen, wenn staatliches Handeln auch die eigenen Strukturen in den Blick nimmt. Deshalb haben wir uns im Koalitionsvertrag auch darauf geeinigt, behördenübergreifend Aufgaben, Institutionen und Behörden auf den Prüfstand zu stellen. In dieser Wahlperiode werden wir in den Ministerien 8% der Personalkosten einsparen. Lediglich den Sicherheitsbereich lassen wir außen vor. Am Ende muss der Staat mit gutem Beispiel vorangehen und für mehr Effizienz und Einsparungen sorgen. Nur so werden wir trotz demografischen Wandels bestehen können.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Frei
