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Durch die Abschaffung der Rente mit 63 nach 45 Jahren fällt jeglicher Anreiz für einen frühen Berufseinstieg weg. Warum sollte ein junger Mensch zukünftig noch mit 16 Jahren in den Beruf einsteigen?

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Frage von Monika S. •

Durch die Abschaffung der Rente mit 63 nach 45 Jahren fällt jeglicher Anreiz für einen frühen Berufseinstieg weg. Warum sollte ein junger Mensch zukünftig noch mit 16 Jahren in den Beruf einsteigen?

Sehr geehrter Herr Frei, Ich verfolge die Rententhematik seit Jahren und unterstütze Reformen ausdrücklich. Ich bin der Meinung, dass die Lebensarbeitszeit in Deutschland steigen muss. Dies nur an das Renteneintrittsalter zu koppeln ist zutiefst ungerecht.

Ich, geb. 1974, habe mit 16 Jahren eine Ausbildung begonnen und arbeite bis heute ohne Unterbrechung. Am 15. August 2026 habe ich 35 Beitragsjahre erfüllt. Derzeit könnte ich mit 65 J. die abschlagsfreie Rente für bes. langjährig Versicherte in Anspruch nehmen. Zu diesem Zeitpunkt hätte ich über 48 Jahre gearbeitet. Sie sagen mir nun, dies reicht nicht. Wenn diese Möglichkeit wie geplant abgeschafft wird, muss ich vorauss. bis zum Alter von 67,5 Jahren arbeiten. Dies bedeutet für mich fast 51 Beitragsjahre. Jemand der erst mit 26 J. in den Beruf eingestiegen ist, muss nur 42 Jahre arbeiten. Ein früher Berufseinstieg wird somit bestraft. Leistung MUSS sich einfach lohnen. Danke für Ihre Antwort

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Antwort von CDU

Sehr geehrte Frau S.,
die Rentenversicherung muss nicht nur die individuelle Beitragsdauer, sondern auch die langfristige Finanzierbarkeit und die Interessen der jüngeren Generationen berücksichtigen. Angesichts der demografischen Entwicklung können wir die bisherige abschlagsfreie Möglichkeit des vorzeitigen Renteneintritts nicht unverändert fortführen. Die Abschaffung der abschlagsfreien Rente für besonders langjährig Versicherte ist deshalb Bestandteil des vereinbarten Reformpakets. Wir haben uns darauf verständigt, das Paket als Gesamtkonzept umzusetzen; einzelne Elemente herauszulösen, würde die notwendige Stabilität der Reform gefährden. Das bedeutet nicht, dass frühe Berufseinsteiger gering geschätzt werden. Ihre Dauer der Beitragsleistung bleibt bei der Rentenberechnung berücksichtigt. Wer länger einzahlt bekommt auch mehr. Entscheidend insgesamt ist wegen der Demografie jedoch, dass perspektivisch insgesamt länger gearbeitet wird.

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Frei

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