Sind durch das Altervorsorgedepot die Vorteile für die Finanzwirtschaft Finazlobby größer als die Vorteile für die jungen Familien?
„Sehr geehrter Herr Frei, am 8.02.2026 wurde das Altersvorsorgedepot im Bundestag beschlossen. Wie stellen Sie persönlich sicher, dass die Interessen von uns Verbrauchern schwerer wiegen als die der Finanzlobby? Haben Sie oder Ihre Fraktion im Zuge dieses Gesetzes Spenden oder Sponsoring-Gelder von Finanz- oder Versicherungsunternehmen erhalten?“
Die Entscheidung für Kinder scheitert in Deutschland selten an der fernen Rente der Kinder. Sie scheitert primär an fehlenden Kitaplätzen, mangelnder Vereinbarkeit von Familie und Beruf, hohen Mieten für familiengerechten Wohnraum und akutem Einkommensverlust während der Elternzeit.
Sehr geehrter Herr M.,
mit dem Altersvorsorgedepot verfolgen wir das Ziel, die private Altersvorsorge einfacher, flexibler und kostengünstiger zu machen. Damit haben wir die Webfehler von "Riester" beseitigt! Die Reform soll gerade nicht der Finanzwirtschaft dienen, sondern vor allem den Sparerinnen und Sparern bessere Renditechancen und mehr Transparenz geben. Dass Familien in Deutschland unter ganz anderen ganz praktischen Belastungen leiden — fehlende Kitaplätze, hohe Mieten, mangelnde Vereinbarkeit von Beruf und Familie — ist unbestritten. Deshalb darf Familienpolitik nicht auf Altersvorsorge reduziert werden. Wir müssen an den Bedingungen arbeiten, die Familien heute unmittelbar entlasten.
Zu Ihrer Frage nach Spenden oder Sponsoring gilt: Die CDU veröffentlicht ihre Großspenden nach den gesetzlichen Vorgaben. Für die Bewertung eines Gesetzes ist aber entscheidend, ob es inhaltlich richtig ist und den Bürgerinnen und Bürgern nützt. Genau daran messen wir diese Reform.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Frei
