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Stromsteuer-Senkung vs. 170 Mrd. Defizit: Welche KONKRETEN konsumtiven Ausgaben streichen Sie zur Gegenfinanzierung (Bitte keine Verweise auf Wachstum)?

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Frage von Matthias E. •

Stromsteuer-Senkung vs. 170 Mrd. Defizit: Welche KONKRETEN konsumtiven Ausgaben streichen Sie zur Gegenfinanzierung (Bitte keine Verweise auf Wachstum)?

Sehr geehrter Herr Frei,

Ordnungspolitisch fordern Sie zu Recht die Senkung der Stromsteuer zur Sicherung unserer Wettbewerbsfähigkeit.

Massive Finanzierungslücken von über 170 Mrd. Euro bis 2029 stehen dieser Entlastung jedoch im Weg.

Nur durch den Verzicht auf neue Schulden bleibt die Generationengerechtigkeit dauerhaft gewahrt.

Allerdings fehlen bisher klare Aussagen dazu, wie die 41 Mrd. Euro ohne „Taschenspielertricks“ finanziert werden.

Mein Anliegen ist es daher, dass Sie endlich Ross und Reiter bei den Einsparungen nennen.

Offensichtlich reichen vage Wachstumsimpulse hierfür nicht aus, um den Haushalt stabil zu halten.

Hierbei stellt sich die dringende Frage nach der Priorisierung im Bereich der konsumtiven Staatsausgaben.

Ausgabenkürzungen müssten substanziell sein, um die Schuldenbremse und Steuersenkungen zu vereinen.

Rechtssicherheit und Haushaltsdisziplin sind schließlich die erklärten Grundpfeiler Ihrer Unions-Politik.

Mit achtungsvollen Grüßen

Matthias E.

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Antwort von CDU

Sehr geehrter Herr E.,

Sie sprechen zentrale Punkte an, die uns als Union ebenfalls umtreiben: die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft, die Bewahrung der Generationengerechtigkeit sowie die Einhaltung der Schuldenbremse. Die von uns gewünschte Senkung der Stromsteuer wäre ein wichtiger Schritt, um den Standort Deutschland im internationalen Wettbewerb zu stärken. Dabei ist uns bewusst, dass jede Entlastung solide gegenfinanziert werden müsste. Deshalb setzen wir uns für eine klare Priorisierung staatlicher Aufgaben ein: Der Staat muss sich wieder stärker auf seine Kernfunktionen konzentrieren, Bürokratie abbauen und ineffiziente Förderstrukturen überprüfen. Raum für Entlastungen entsteht nicht durch neue Schulden oder kreative Bilanzierungen, sondern durch konsequentes Wirtschaften. Neben Ausgabendisziplin halten wir strukturelle Wachstumsimpulse – etwa durch schnellere Planungsverfahren, bessere Investitionsbedingungen und eine verlässliche Energiepolitik – für entscheidend, um die Einnahmeseite nachhaltig zu stärken.

Mit freundlichen Grüßen

Thorsten Frei

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