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Thema Ghostjobs auf dem Arbeitsmarkt - wie kann so etwas rechtens sein?

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Thorsten Frei
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Frage von Eva S. •

Thema Ghostjobs auf dem Arbeitsmarkt - wie kann so etwas rechtens sein?

Sehr geehrter Herr Frei,

erstmal vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage und für die Wünsche - ich hätte eine weiterführende:

Ich sprach das bereits an: Firmen schreiben Ghostjobs aus - also Stellen, die nur Wachstum suggerieren, aber nicht existieren. Sie bleiben monatelang online und/oder werden ständig neu geschaltet mit hohen Anforderungen - ohne die Intention einen der hunderten Bewerber:innen einzustellen, ala "Nur mal schauen, was der Markt so hergibt"; "Ich muss Wachstum suggerieren."

Dieser Trend stammt aus den USA und nimmt hier schnell zu. Teilweise werden sogar Leute interviewt und deren Zeit verschwendet, obwohl keine Intention besteht jemanden einzustellen.

Wie kann das rechtens sein? Und wird die Politik sich diesem Problem annehmen? Neben normalem Ghosting (keine Rückmeldung auf eine Bewerbung) ist das das Schlimmste was Arbeitslosen/suchenden angetan wird aktuell, denn jede Bewerbung ist ein großer Aufwand.

Ich bedanke mich im Voraus für die Antwort.

MfG

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Antwort von CDU

Sehr geehrte Frau S.,

selbstverständlich ist es für Bewerberinnen und Bewerber äußerst frustrierend, wenn sie keine Rückmeldung von einem Unternehmen erhalten oder sich im Nachhinein herausstellt, dass eine ausgeschriebene Stelle tatsächlich nicht existiert.

Der tatsächliche Anteil sogenannter „Ghostjobs“ ist jedoch schwer zu bestimmen, da sich die wirtschaftliche Lage und der Personalbedarf von Unternehmen mitunter kurzfristig ändern können zumal damit für die Unternehmen Aufwand entsteht. Genau hier liegt auch der Kern der Problematik: Ein generelles Verbot solcher Stellenausschreibungen wäre mit einem erheblichen zusätzlichen bürokratischen Aufwand verbunden. Zumal kein Beamter ernsthaft beurteilen könnte, ob eine Stellenausschreibung real sei oder nicht.

Unser Ansatz sollte deshalb sein, Bürokratie abzuschaffen und Deutschland als Wirtschaftsstandort wieder attraktiver zu machen, sodass insgesamt mehr reale Arbeitsplätze entstehen.

Mit freundlichen Grüßen

Thorsten Frei

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