Wahldebakel. Wieso wird nicht über Personalprobleme gesprochen?

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Frage von Michael W. •

Wahldebakel. Wieso wird nicht über Personalprobleme gesprochen?

Sehr geehrter Herr Frei,

Sie haben im Interview nach der Wahl gesagt, dass es falsch wäre sich jetzt zu hinterfragen. Wahldebakel und ein Kanzler der unbeliebter ist als Scholz (was eigentlich nicht möglich ist) deuten aber darauf hin, dass genau das notwendig ist. Wäre hier nicht ein bisschen Demut vor dem Volk und ein bisschen Selbstreflektion angebracht? Bei der Ampel hat man gesehen, dass das unvermeidbare maximal aufschiebbar ist. Und mit dem Argument der Stabilität wird es nicht besser. Stabilität entsteht durch Verantwortungsvolle Politik und nicht durch festhalten an Personalien. Die im übrigen auch ein erstarken der extremen Parteien verhindert hätte.

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Antwort von CDU

Sehr geehrter Herr W.,

das Ergebnis in Sachsen-Anhalt ist für die CDU ein dramatischer Einschnitt: Mit 17,2 Prozent haben wir uns gegenüber 2021 mehr als halbiert. Das ist eine Zäsur. Ich habe nicht gesagt, dass es falsch wäre, sich zu hinterfragen. Im Gegenteil: Wir müssen sehr genau analysieren, warum wir die Menschen mit unserer Politik nicht erreichen. Was ich ausgeschlossen habe, sind Personaldebatten auf Bundesebene. Der Bundestag und der Bundeskanzler sind für vier Jahre gewählt. Stabilität ist notwendig, um die verabredeten Reformen umzusetzen, die für unser Land dringend erforderlich sind.

Selbstreflexion und Demut vor dem Wähler sind selbstverständlich geboten. Aber sie dürfen nicht in Personaldiskussionen münden, die von der eigentlichen Aufgabe ablenken: gute Politik für die Menschen zu machen. 

Mit freundlichen Grüßen

Thorsten Frei

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