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Warum hält die CDU vehement an der Brandmauer zur AFD fest

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Thorsten Frei
CDU
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Frage von Inge W. •

Warum hält die CDU vehement an der Brandmauer zur AFD fest

Sehr geehrter Herr Frei,

Viele Bürger, darunter auch ich, können nicht nachvollziehen warum die CDU an der Brandmauer festhält anstatt die AFD mit in die Verantwortung zu nehmen. Viele sehen so die große Gefahr, dass die AFD bei künftigen Wahlen zur stärksten Partei werden, im schlimmsten Fall sogar eine absolute Mehrheit bekommen könnte.

Außerdem halte ich es für ziemlich undemokratisch so viele Wählerstimmen zu ignorieren und somit immer mehr Protestwähler zu generieren.

Halten Sie diese Strategie immer noch für die Richtige?

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Antwort von CDU

Sehr geehrte Frau W.,

„Brandmauer“ ist ein Narrativ der politischen Linken, das ich mir nicht zu eigen machen würde. Dass wir aber eine Zusammenarbeit ablehnen, erachte ich als richtig. Die AfD hat politisch ganz andere Ziele als wir, etwa den Austritt aus der EU oder der NATO und die Hinwendung zu Russland.

Seit ihrem Einzug in den Bundestag 2017 sehe ich keinerlei Bewegung in Richtung politische Mitte, sondern eine weitere Radikalisierung. Die AfD mit in die Verantwortung zu nehmen, macht daher eben so wenig Sinn wie eine Zusammenarbeit mit der Partei Die Linke. Daher ist es keine Strategie, sondern eine Notwendigkeit, nicht zu kooperieren.

Regierung und Opposition gehören zu unserer Demokratie. Das ist so gewollt. Sowohl die Union wie auch die SPD fanden sich in der Vergangenheit mit noch viel besseren Wahlergebnissen in der Opposition. Große Koalitionen sind auf Bundesebene die Ausnahme. Da Sie aus Baden-Württemberg schreiben, noch ein Beispiel: Das Amt des Ministerpräsidenten ging einst an Wilfried Kretschmann, obwohl die CDU mit Stefan Mappus und 39% damals klare Wahlsiegerin war, aber keinen Koalitionspartner fand. Das war nicht undemokratisch. Das sind schon immer die Spielregeln der Demokratie mit 50 Prozent plus eine Stimme. 

Unser Ziel ist es, mit guter Politik für die Mitte der Gesellschaft dort auch wieder an Vertrauen zurückzugewinnen.

Mit freundlichen Grüßen

Thorsten Frei

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