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Welchen Stellenwert hat die Weiterbildungsbranche?

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Thorsten Frei
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Frage von Adrian G. •

Welchen Stellenwert hat die Weiterbildungsbranche?

Sehr geehrter Herr Frei,ich bin 43 Jahre alt und habe einen Grad der Behinderung von 30. Aufgrund der Behinderung habe ich in der Weiterbildungsbranche gearbeitet und das sehr erfolgreich. Nun muss ich feststellen, dass mein Grad der Behinderung mich in der Jobsuche stark beeinträchtigt. Ich habe seit Januar mehr als 500 Bewerbungen geschrieben. Es scheitert immer an meiner Behinderung oder aber, weil nur Honrarmitarbeiter gesucht werden.Welchen Stellenwert hat die Weiterbildungsbranche für Sie? Und wie möchten Sie und die CDU es ermöglichen, dass ich mit meinem Grad der Behinderung die Möglichkeit habe, in der Weiterbildungsbranche wieder arbeiten zu können? Ebenfalls verfolge ich den Vorschlag, eine Quote festzulegen, bei dem die Weiterbildungsträger einen festen Prozentsatz an festangestellten Mitarbeiter beschäftigen muss, damit ich auch eine Chance auf einen Wiedereinstieg in dieser Branche habe.

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Antwort von CDU

Sehr geehrter Herr G.,

die Digitalisierung, technologischer Fortschritt und der Strukturwandel zeigen klar, dass die Weiterbildung bei jedem einen sehr hohen Stellenwert haben sollte und bei fast allen auch haben dürfte. Volkshochschulen oder Musikschulen arbeiten gerne mit Honorarkräften, mit den bekannten Vorteilen für beide Seiten. Entsprechend schwierig ist in diesem Bereich aktuell eine Festanstellung, weshalb ich Ihre Situation sehr bedauere. Das Bundessozialgericht verlangt hier jedoch eine Neuregelung (Herrenberg-Urteil zu Festanstellung oder Scheinselbstständigkeit), die noch in diesem Jahr erwartet wird und der ich auch nicht vorgreifen kann.
Unabhängig davon zeugen die Schilderungen von einer breiten beruflichen Erfahrung, auf die unsere Gesellschaft nicht verzichten kann und sollte. Ich bin überzeugt, dass die technischen Möglichkeiten und moderne Arbeitsorganisation auch im Falle Ihrer konkreten Behinderung einen festen Job ermöglichen sollte. Der Idee von einer Zwangsquote indes stehe ich skeptisch gegenüber.
 

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Frei 
 

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