Ich hätte eine Frage an sie , stimmen sie für die Koppelung der Rente an die Lebenserwartung?
Guten Tag Frau M.,
vielen Dank für Ihre Frage. Ich gehe davon aus, dass es konkret um die Frage geht, ob das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung gekoppelt werden soll.
Grundsätzlich muss sich bei der Rente etwas ändern, das haben die letzten Jahre und die jetzige Finanzsituation gezeigt. Die Rente mit 63 ist als Modell aus der Zeit gefallen und für die heute in den Arbeitsmarkt eintretende Generation nicht mehr realistisch. Eine Umsetzung des Vorschlags, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln, von heute auf morgen umzusetzen, geht jedoch am eigentlichen Problem vorbei. Gewisse Berufsgruppen haben es aus heutiger Sicht vergleichsweise leicht, bis beispielsweise 70 Jahre zu arbeiten, wohingegen andere Berufsgruppen es schwer haben, bis zum 67. Lebensjahr zu arbeiten. Eine weitere Ungleichheit zwischen den Berufen wäre die Folge. Zudem könnten Rentenkürzungen, für diejenigen drohen, die es nicht schaffen, bis zum offiziellen Renteneintrittsalter zu arbeiten. Der Schwerpunkt sollte darauf liegen, die heutigen Arbeitsbedingungen so zu verbessern, dass möglichst viele Menschen gesund bis zum regulären 67. Lebensjahr arbeiten können; dies ist heute allzu oft nicht der Fall. Entscheidend sind dabei bessere Rehabilitations- und Präventionsangebote, gerade auch im Bereich der psychischen Gesundheit. Nur so ist auch es realistisch, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer länger gesund im Beruf bleiben.
Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage beantworten.
Mit freundlichen Grüßen
Tim Pargent
