Wie kann die CDU zukünftig wieder das Vertrauen herstellen, was bei der Abstimmung zum Migrationszustromgesetz zusammen mit der AFD verloren gegangen ist?
Sehr geehrter Herr B.,
unsere Haltung zur AfD ist eindeutig. Wir treten den Positionen dieser Partei klar und entschieden entgegen.
Zum Zeitpunkt Ihrer Anfrage befand sich die CDU in der Opposition. Unsere Aufgabe war es damals, eigene Initiativen in den Bundestag einzubringen, um Lösungen für die Herausforderungen unseres Landes vorzuschlagen, wenn die damalige Bundesregierung aus unserer Sicht nicht ausreichend handelte. Anträge allein deshalb zu unterlassen, weil die falsche Seite zustimmen könnte, wäre nicht verantwortungsvoll gewesen.
Diese Haltung wurde parteiübergreifend vertreten. So erklärte auch der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz in der Thüringer Allgemeinen vom 11. August 2023 sinngemäß, niemand dürfe sein Abstimmungsverhalten davon abhängig machen, wie die AfD votiert. Eine inhaltliche Mehrheit bedeute keine politische Zusammenarbeit.
Heute trägt die CDU Regierungsverantwortung. Unser Anspruch bleibt derselbe: Wir arbeiten an tragfähigen Lösungen für die Menschen in unserem Land. Gute Politik entsteht aus klaren inhaltlichen Positionen und demokratischen Mehrheiten der Parteien der politischen Mitte. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schließt die CDU aus.
Mit Freundlichen Grüßen
Uwe Feiler MdB
Parlamentarischer Staatssekretär a.D.
