Warum kämpfen Sie nicht für die Entkopplung versicherungsfremder Leistungen von der gesetzlichen Rentenversicherung, ein echter massiver Kostentreiber, ebenso für die Einzahlung der Freiberufler?
Sehr geehrter Herr Bury,
die Akzeptanz für dieses Rentensystem schwindet gerade deutlich, die Gruppe der Abgehängten wird immer größer. Die Zustimmung für Parteien der Mitte wird deutlich geringer, die Ränder wachsen signifikant. Die Privilegierung von Beamten mit diesen Versorgungsansprüchen von 71,75% von Steuermitteln nach 40 Dienstjahren basierend auf dem Endruhegehalt der letzten zwei Jahre lässt sich sachlich in keinster Weise rechtfertigen, es ist Willkür, höchst unmoralisch und lässt jegliche Fairness den Arbeitnehmern gegenüber vermissen. Ebenso müssen Freiberufler in dieselbe Rentenkasse einzahlen, sie sind nicht unverzichtbarer für das funktionierende Staatswesen als auch Arbeitnehmer.
Selbständige dürfen ebenfalls nicht von der Einzahlungspflicht in die allgem. Rentenkasse ausgenommen werde, auch sie leben in diesem Staat.
Sehr geehrter Herr N.,
vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihre offenen Worte.
Es ist meiner Ansicht nach richtig, dass wir im Koalitionsvertrag aus Union und SPD vereinbart haben eine Rentenkommission einzusetzen, die ein Konzept erarbeiten soll, wie wir das Rentensystem für die 2030er Jahre tragfähig machen und gute und verlässliche Renten sichern können. In dieser Kommission müssen alle denkbaren Reformoptionen auf den Tisch und ergebnisoffen diskutiert werden. Dies umfasst selbstverständlich auch die Alterssicherung von Beamten, Freiberuflern und Selbstständigen.
Ich stimme Ihnen zu, dass versicherungsfremde Leistungen nicht durch Beiträge der gesetzlichen Rentenversicherung finanziert werden sollten.
Mit freundlichen Grüßen
Yannick Bury
