Mehr Geld für das EU-Austauschprogramm Erasmus+

Das EU-Parlament hat die Zukunft des EU-Förderprogramms Erasmus+ für die Jahre 2028 bis 2034 festgelegt. Mit dem Programm können junge Menschen beispielsweise einen Teil ihrer Ausbildung oder ihres Studiums im Ausland verbringen. Auch Projekte in den Bereichen Jugend, Sport und Freiwilligenarbeit werden gefördert.

Der Kulturausschuss fordert, dass künftig mehr Menschen an Erasmus+ teilnehmen können, unabhängig von ihrem Einkommen, ihrer Herkunft oder ihrem Wohnort. Dafür soll das Programm rund 47 Milliarden Euro erhalten. Das wäre deutlich mehr als bisher: Für die Jahre 2021 bis 2027 stehen Erasmus+ rund 26 Milliarden Euro zur Verfügung. Die EU-Kommission schlägt für die neue Förderperiode rund 41 Milliarden Euro vor.

Außerdem sollen die finanziellen Hilfen für die Teilnehmenden stärker an die tatsächlichen Lebenshaltungskosten angepasst werden. So sollen beispielsweise die Mieten und Preise am jeweiligen Aufenthaltsort stärker berücksichtigt werden. Der Ausschuss fordert zudem, dass feste Anteile des Geldes für Bildung, Jugendarbeit und Sport reserviert werden. Damit soll sichergestellt werden, dass alle Bereiche ausreichend gefördert werden.

Mit der Abstimmung legt das Parlament seine Position für die Verhandlungen mit dem Rat der EU fest. Wie viel Geld Erasmus+ ab 2028 tatsächlich erhält und wie es verteilt wird, muss allerdings noch ausgehandelt werden.

Achtung: Die rechts dargestellten Abstimmungsergebnisse spiegeln nur das Abstimmungsverhalten der deutschen EU-Abgeordneten wider und nicht das aller 720 EU-Abgeordneten.

Der Bericht wurde insgesamt mit 454 Ja-Stimmen zu 34 Nein-Stimmen bei 93 Enthaltungen angenommen. Von den deutschen EU-Abgeordneten stimmten 70 dafür und nur Dennis Radtke (EVP) dagegen. Es gab 13 Enthaltungen.

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Dafür gestimmt
70
Dagegen gestimmt
1
Enthalten
13
Nicht beteiligt
12
Abstimmungsverhalten von insgesamt 96 Abgeordneten.
Name Absteigend sortieren FraktionWahlkreisStimmverhalten
Portrait von Christine AndersonChristine AndersonESN Enthalten
Portrait von Rasmus AndresenRasmus AndresenGrüne/EFA Nicht beteiligt
Anja ArndtESN Nicht beteiligt
Portrait von René AustRené AustESN Enthalten
Portrait von Katarina BarleyKatarina BarleyS&D Nicht beteiligt
Portrait von Arno BausemerArno BausemerESN Nicht beteiligt
Portrait von Hildegard BenteleHildegard BenteleEVP Dafür gestimmt
Sibylle Bergfraktionslos Dafür gestimmt
Portrait von Stefan BergerStefan BergerEVP Nicht beteiligt
Portrait von Gabriele BischoffGabriele BischoffS&D Dafür gestimmt
Portrait von Michael BlossMichael BlossGrüne/EFA Dafür gestimmt
Portrait von Damian BoeselagerDamian BoeselagerGrüne/EFA Dafür gestimmt
Portrait von Irmhild BoßdorfIrmhild BoßdorfESN Enthalten
Bild M. BuchheitMarkus BuchheitESN Enthalten
Portrait von Udo BullmannUdo BullmannS&D Dafür gestimmt
Portrait von Delara BurkhardtDelara BurkhardtS&D Dafür gestimmt
Petr BystronPetr BystronESN Enthalten
Portrait von Anna CavazziniAnna CavazziniGrüne/EFA Dafür gestimmt
Portraitfoto Marie-Sophie Lanig Marie-Sophie ChristEVP Dafür gestimmt
Portrait von Vivien CostanzoVivien CostanzoS&D Dafür gestimmt
Tobias CremerS&D Dafür gestimmt
Portrait von Fabio De MasiFabio De Masifraktionslos Nicht beteiligt
Özlem DemirelÖzlem DemirelThe Left Dafür gestimmt
Portrait von Christian DoleschalChristian DoleschalEVP Dafür gestimmt
Portrait von Siegbert DroeseSiegbert DroeseESN Enthalten

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