Unterstützen sie einen angemessen Kostendeckel beim Altersvorsorgedepot?
Sehr geehrter Grasse,
im aktuellem Entwurf für das Altersvorsorgedepot steht ein Kostendeckel von 1,5% für das Altersvorsorgedepot. Dieser Deckel ist viel zu hoch. Ich kann aktuell für 0,2% jährliche Kosten einen weltweiten Aktien-ETF kaufen. Alles über 0,5%(auch das wäre vergleichsweise viel) ist absolut untragbar und macht das Altervorsorgedepot trotz staatlicher Förderung unattraktiv. Es wäre eine unnötiges Geldgeschenk an die Banken und würde das Vertrauen der Bürger zu recht beschädigen.
Mit freundlichen Grüßen
Lennart Z.
Sehr geehrter Herr Z.,
vielen Dank für Ihre Nachricht zum Altersvorsorgereformgesetz, mit dem eine neue Grundlage für die private Altersvorsorge geschaffen wird. Ziel ist es, diese kostengünstiger, renditestärker, transparenter und somit für die Bürgerinnen und Bürger attraktiver zu gestalten. Ich teile Ihre Einschätzung, dass ein zu großzügig bemessener Kostendeckel Fehlanreize setzen und zulasten der Sparerinnen und Sparer gehen könnte. Die gegenüber dem ursprünglichen Referentenentwurf vorgenommene Absenkung der Deckelung der Effektivkosten auf maximal 1,0 Prozent halte ich vor diesem Hintergrund für einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Zugleich möchte ich betonen, dass es sich hierbei nur um eine von zahlreichen Maßnahmen handelt, die beschlossen wurden, um die private Altersvorsorge insgesamt zu stärken.
Mit freundlichen Grüßen
Adrian Grasse
