Frage an Annette Widmann-Mauz bezüglich Wissenschaft, Forschung und Technologie

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Annette Widmann-Mauz
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Frage an Annette Widmann-Mauz von Sebastian B. bezüglich Wissenschaft, Forschung und Technologie

Sehr geehrte Frau Widmann-Mauz,

wie stehen Sie zu den so genannten Exzellenzinitiativen bzw. Eliteunis?

Der Wissenschaftsrat empfiehlt inzwischen, das Programm auslaufen zu lassen und fordert mehr Förderung der Univeristäten in der Breite. Wie stehen Sie zu diesen Forderungen?

Freundlicher Gruß,
Sebastian B.

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Sehr geehrter Herr Boecker,

haben Sie vielen Dank für Ihre Mail zur Ausrichtung der Exzellenzinitiative. Mit der Exzellenzinitiative ist es gelungen, auf die Landkarte der weltweit besten Hochschulen auch deutsche Universitäten zu setzen. Ich habe den Antrag der Universität Tübingen im Exzellenzwettbewerb von Beginn an unterstützt und bin sehr stolz darauf, dass unsere Universität in der zweiten Runde des Bundeswettbewerbs berücksichtigt wurde.

Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen haben durch die Exzellenzinitiative erkannt, dass enge Kooperation sich lohnt und dass davon beide Seiten profitieren. Das ist der schönste Erfolg des Wettbewerbs, aus dem auch unsere Region nachhaltige Vorteile ziehen kann, wenn es um die Schaffung zukunftsfester Arbeitsplätze und die Entwicklung innovativer Aus- und Unternehmensgründungen aus dem universitären Umfeld geht.

Die kürzlich vom Wissenschaftsrat vorgelegten Empfehlungen zu den Perspektiven des Wissenschaftssystems hat Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka außerordentlich begrüßt. Die Vorschläge des Rates zielen auf die weitere Stärkung unserer Hochschulen als Herzstück des Wissenschaftssystems. Gemeinsam arbeitet das Bundeministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit der Wissenschaft daran, die Empfehlungen umzusetzen, damit junge Menschen auch künftig in Deutschland eine exzellente Ausbildung erhalten.

Im Rahmen seiner Untersuchungen schlägt der Wissenschaftsrat ein abgestimmtes Bündel von Maßnahmen zur Neuausrichtung der in der nächsten Legislaturperiode auslaufenden Pakte - der Exzellenzinitiative, des Hochschulpaktes sowie des Paktes für Forschung und Innovation - vor. Kernziel ist, die erheblichen Mittel, die Bund und Länder gegenwärtig im Rahmen der großen Pakte einsetzen, auch weiter für Wissenschaft und Forschung zu investieren. Allein der Bund hat zwischen 2009 bis 2013 über 13 Mrd. Euro zusätzlich für Bildung und Forschung ausgegeben. Dabei weist der Wissenschaftsrat besonders auf die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses hin und regt eine noch intensivere Kooperation zwischen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen an.

Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Wanka hat angekündigt, diesen Empfehlungen u.a. durch eine Änderung des Grundgesetzes zu entsprechen, um alle Hochschulen auch langfristig mit Mitteln des Bundes zu stärken. Zugleich wollen wir die erfolgreiche Exzellenzinitiative zusammen mit der Wissenschaft weiterentwickeln und die Weichen so stellen, dass die Förderung über 2017 hinaus fortgesetzt werden kann.

Unser Ziel ist es, Exzellenz in der Spitze und in der Breite zu fördern. Dazu gehört auch die institutionelle Förderung von ausgewählten Hochschuleinrichtungen, -instituten oder -fachbereichen. Als Hightech-Land ist es für uns besonders wichtig, dass unsere Hochschulen international sichtbar und im Wettbewerb um die führenden Wissenschaftler konkurrenzfähig sind.

Mit freundlichen Grüßen

Annette Widmann-Mauz MdB

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