Leider haben alle Aufrufe, sich freiwillig impfen zu lassen, nicht zu einer ausreichenden Impfquote geführt. Deshalb habe ich den Entwurf einer Impfplicht ab 18 Jahren im Plenum unterstützt und dafür gestimmt.
Wir sind bei der Unterstützung seitdem zum Glück ein gutes Stück weitergekommen - auch dank Druck aus dem Parlament.
Entscheidend ist nunmehr nicht ausschließlich der Parameter der Inzidenz sondern ebenso der Hospitalisierungsrate. Diese Neubewertung ist aufgrund der relativ hohen Impfungen gegen das Virus möglich geworden.
Eine vorausschauende Anpassung auf die Entwicklung der Infektionslage und der notwendige Basisschutz soll gewährleistet bleiben. Deshalb haben wir der Gesetzesänderung im März zugestimmt, damit Regionen mit stärkerem Infektionsgeschehen (sog. Hotspots) reagieren können.
Die Pandemie ist noch nicht zu Ende, Escape-Varianten wie Omikron setzen sich durch, weil sie deutlich ansteckender sind als die vorherigen Virusvarianten. Das erfordert eine höhere Impfquote - insbesondere, um die Menschen zu schützen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können.
Impfen ist unser bestes Instrument, um mittelfristig der COVID-19 Pandemie Einhalt zu gebieten. Natürlich verhindert die Impfung nicht 100 Prozent der Ansteckung, aber wohl die einer heftigen Erkrankung, was unser Gesundheitssystem stark entlastet.