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Warum muss ein Schulmediziner keine Fortbildung in alternativer Medizin absolvieren und der, der ganzheitlich behandelt, wird vom System aussortiert, weil er die Quote der Schulmedizin nicht erfüllt?

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Frage von Leni K. •

Warum muss ein Schulmediziner keine Fortbildung in alternativer Medizin absolvieren und der, der ganzheitlich behandelt, wird vom System aussortiert, weil er die Quote der Schulmedizin nicht erfüllt?

Sehr geehrte Frau Bas,

meine Lebenserfahrung.

Ich habe eine Großfamilie mit 4 Kindern. Wir hatten mit großen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, als die Kinder noch klein waren.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keine Erfahrungen mit alternativer Medizin. Die Verordnungen des Arztes habe ich zu diesem Zeitpunkt nicht in Frage gestellt. Zwei der Kinder wurden Medikamente zur Reduzierung von Krampfanfällen verschrieben. Diazepam sollte lebensrettend im Kühlschrank lagern.

Zum Glück wurde das irgendwann jm Bekanntenkreis zur Diskussion gestellt.

Daraufhin habe ich mir eine Liste besorgt von der Ärztekammer, welcher Arzt eine alternative Behandlung anbietet unter schulmedizinischer Begleitung.

Meine Kinder sind heute erwachsen. haben keinerlei gesundheitliche Probleme. Die medizinische Versorgung bezahle ich seit ca 40 Jahren aus privaten Mitteln. Die Kosten waren zu keinem Zeitpunkt durch die Krankenkasse gedeckt. Wie ist sowas möglich?

Herzliche Grüße

Leni

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Antwort von SPD

Sehr geehrte Frau K.,

vielen Dank für Ihre Frage.

Alternative Arzneimittel sind keine Regelleistung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Einzelne Krankenkassen können diese jedoch als Satzungsleistung anbieten. Ob eine Behandlungsmethode Regelleistung der GKV ist, entscheidet der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA). Dieser bewertet den Nutzen nach den Kriterien der evidenzbasierten Medizin, die medizinische Notwendigkeit und die Wirtschaftlichkeit.

Für eine Vielzahl alternativer Heilmethoden fehlt, insbesondere im direkten Vergleich zu schulmedizinischen Behandlungsmethoden, hinreichende wissenschaftliche Evidenz sowohl zum medizinischen Nutzen als auch zu möglichen Risiken.

Gleichwohl erkennen wir in der SPD-Bundestagsfraktion an, dass naturheilkundliche Behandlungen für viele Menschen in Deutschland wichtig und gewünscht sind. Vor diesem Hintergrund haben wir uns im aktuellen Koalitionsvertrag mit der Union auch vorgenommen, Forschung und Versorgung zu Naturheilkunde und Integrativer Medizin zur Präventionsförderung zu unterstützen.

Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass Sie selbstverständlich die Möglichkeit haben, auch auf direktem Weg mit dem Deutschen Bundestag, seinen Abgeordneten oder mir Kontakt aufzunehmen – zum Beispiel über https://www.bundestag.de.

Mit freundlichen Grüßen

Bärbel Bas

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