Wie wollen Sie als Wirtschaftspolitiker sicherstellen, dass der Sachsenwald nach der Kommunalisierung als ökologisch robuste und touristisch wertvolle Regionalressource erhalten bleibt?
Herr Abg. Dr. Buchholz,
der Sachsenwald ist eines der wichtigsten zusammenhängenden Waldgebiete Schleswig-Holsteins und bildet einen Kernbaustein der regionalen Naherholung sowie des Tourismus im Hamburger Umland. Zugleich bestehen Risiken: vermehrter Holzeinschlag, unklare Zuständigkeiten bei Wegen und Brücken, begrenzte Gestaltungsmöglichkeiten der Kommunen und potenziell erhebliche Kostenfolgen. Eine stabile wirtschaftliche Nutzung des Waldes setzt verlässliche Rahmenbedingungen voraus, die ökologische Tragfähigkeit, Tourismusqualität und kommunale Finanzkraft zugleich berücksichtigen.
Welche konkreten Schritte halten Sie für notwendig, um ökologische Mindeststandards und touristische Infrastruktur im Sachsenwald dauerhaft zu sichern?
Wie kann das Land Kommunen unterstützen, ohne private Eigentümer zu subventionieren, aber dennoch regionale Wertschöpfung zu stärken?
Woran können Bürgerinnen und Bürger Ihre parlamentarischen Erfolge in dieser Frage am Ende der Legislatur messen?
Guten Tag,
vielen Dank für Ihre Frage! Der Sachsenwald ist ein bedeutender Natur- und Erholungsraum, dessen Zukunft nur mit klaren Zuständigkeiten und verlässlichen Rahmenbedingungen gesichert werden kann. Für uns Freie Demokraten steht dabei der Ausgleich zwischen Eigentumsrechten, ökologischer Verantwortung und öffentlichem Interesse im Mittelpunkt.
Notwendig sind aus unserer Sicht transparente Mindeststandards für Wege, Verkehrssicherheit und Naturschutz, die landesweit einheitlich gelten. Gleichzeitig braucht es eine bessere Koordination zwischen Land, Kreisen und Kommunen, wie etwa bei der Unterhaltung von Wegen und Brücken oder bei der Besucherlenkung, um Doppelstrukturen oder mangelndes Zuständigkeitsbewusstsein zu vermeiden.
Das Land kann Kommunen unterstützen, indem es Planungssicherheit schafft und Bürokratie abbaut. Wichtig ist außerdem, gezielt dort zu fördern, wo öffentliche Nutzung und regionale Wertschöpfung entstehen.
Messbar wird unser Erfolg daran sein, ob der Sachsenwald langfristig ökologisch stabil bleibt, die Kommunen finanziell nicht überfordert werden und Bürgerinnen und Bürger ihn sicher und attraktiv nutzen können, ohne neue Nutzungskonflikte oder steigende Belastungen für den Steuerzahler.
Mit feundlichen Grüßen
Bernd Buchholz
