Ich frage mich: Wie sollen Schulen ihrer Aufgabe gerecht werden, wenn ihnen die notwendigen Mittel entzogen werden?
mit wachsender Sorge verfolge ich die geplanten Kürzungen der Unterrichtsstunden an Schulen in Sachsen-Anhalt.
Durch die reduzierte Stundenanzahl können nicht alle Lehrkräfte an den Stammschulen eingesetzt werden, bestehende Stellen werden nicht verlängert oder neu besetzt. In einer Zeit, in der viele Schulen ohnehin unter Personalmangel und hohen Belastungen leiden, wird auf dem Rücken der jungen Generation gespart – und das in einem Bereich, der für die gesellschaftliche Zukunft von zentraler Bedeutung ist.
Durch die fehlenden Stunden und dem damit fehlenden Personal werden die Klassengrößen auf über 28 Kinder ansteigen – ohne dass das Land eine verbindliche Obergrenze festgelegt hat. Unter diesen Bedingungen kann keine solide und qualitativ hochwertige BildBildung gewährleistet werden. Die langfristigen Folgen sind absehbar: überfüllte Klassenräume, überlastete Lehrkräfte, Unterrichtsausfall und eine sinkende Bildungsqualität im gesamten Bundesland.
Sehr geehrte Frau P.,
vielen Dank für Ihre Frage.
Die von Ihnen geschilderte Situation ist tatsächlich besorgniserregend. Aus Sicht der AfD Sachsen-Anhalt ist eine gute Bildung darum eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben unseres Landes. Schulen können ihren Bildungsauftrag nur erfüllen, wenn genügend Lehrkräfte vorhanden sind, die Schulen mit den notwendigen finanziellen Mitteln ausgestattet, die Lehrkräfte von lehrfremden Aufgaben entlastet sind und der Unterricht verlässlich erteilt werden kann.
Das Problem liegt jedoch nicht darin, dass für Bildung grundsätzlich zu wenig Geld vorhanden wäre, sondern darin, dass die CDU geführten Landesregierungen der letzten 35 Jahre falsche Prioritäten setzen. Wir wollen die verfügbaren Mittel konsequent auf den Kernauftrag der Schule konzentrieren: qualitativ hochwertigen Unterricht in angemessenen Lerngruppen, gut ausgestattete Schulen sowie die Gewinnung und Bindung qualifizierter Lehrkräfte. Bürokratie und bildungsfremde Aufgaben sollen reduziert werden, damit Lehrkräfte mehr Zeit für ihren eigentlichen Beruf haben.
Unterrichtskürzungen dürfen aus unserer Sicht keine Dauerlösung für den Lehrkräftemangel sein. Vielmehr muss das Land den Lehrerberuf wieder attraktiver machen, die Ausbildung stärken, erfahrene Lehrkräfte im Schuldienst halten und Unterrichtsausfall konsequent vermeiden. Unser Ziel ist, dass Lesen, Schreiben, Rechnen sowie eine fundierte Wissensvermittlung wieder im Mittelpunkt stehen.
Kurz gesagt: Die AfD will den Schulen nicht die notwendigen Mittel entziehen, sondern die vorhandenen finanziellen Ressourcen stärker in den Unterricht und weniger in Verwaltung, Bürokratie und bildungsfremde Projekte investieren. Denn die Zukunft unseres Landes entscheidet sich im Klassenzimmer.
