Kernkraft im Klimawandel: Umgang mit Kühlwasser-Engpässen bei Hitzeperioden - Welche konkreten Maßnahmen sieht das Konzept der AfD vor, um die Stromproduktion aus Kernkraft auch bei langanhaltenden Hitzewellen stabil zu halten?
Sehr geehrter Herr Hecht,
Ihre Fraktion setzt sich im Bundestag vehement für eine Renaissance der Kernenergie in Deutschland ein, um die Grundlastversorgung zu sichern. Kritiker weisen jedoch regelmäßig darauf hin, dass die herkömmliche Atomkraft stark vom Wetter abhängig ist: In extremen Hitze- und Dürreperioden führen niedrige Pegelstände und zu hohe Wassertemperaturen in den Flüssen dazu, dass Kraftwerke ihre Leistung drosseln oder ganz abgeschaltet werden müssen (siehe Frankreich und Ungarn).
Daher möchte ich Sie fragen:
1) Welche konkreten Maßnahmen sieht das Konzept der AfD vor, um die Stromproduktion aus Kernkraft auch bei langanhaltenden Hitzewellen stabil zu halten?
2) Welche Backup-Technologien sehen sie, um die Energieversorgung in Zeiten von Atomkraftdrosselungen stabil zu halten?
Danke & gute Grüße
Hallo Matthias und vielen Dank für Ihre Frage.
Zunächst ist festzuhalten, dass jede Form der Stromerzeugung technische und natürliche Rahmenbedingungen besitzt. Während Windkraft von ausreichendem Wind und Photovoltaik von Sonneneinstrahlung abhängig sind und ihre Einspeisung regelmäßig erheblichen Schwankungen unterliegt, können Kernkraftwerke grundsätzlich rund um die Uhr, wetterunabhängig und damit grundlastfähig Strom liefern. Dass einzelne Anlagen bei außergewöhnlichen Hitze- oder Dürreperioden ihre Leistung zeitweise reduzieren mussten, ist bekannt und wurde bei der Planung und dem bisherigen Betrieb von Kernkraftwerken genauso berücksichtigt, wie bei der Planung und dem betrieb von wieder ans Netz zu nehmenden AKW bzw. von vollständig neu zu errichtenden AKW.
Sie wissen, dass die AfD das Ziel verfolgt die Kernenergie wieder als sicheren und verlässlichen Bestandteil eines ausgewogenen Energiemixes in Deutschland zu etablieren. Dabei sind Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und technische Sicherheit die drei tragenden Säulen des Wiedereinstiegs in die friedliche Nutzung der Kernenergie.
Zu Ihren Fragen im Einzelnen:
1. Welche Maßnahmen sieht die AfD vor, um die Stromproduktion auch bei Hitzewellen stabil zu halten?
Die AfD setzt auf eine technisch fundierte Wiederinbetriebnahme beziehungsweise einen Neubau von Kernkraftwerken nach den modernsten Sicherheitsstandards. Dazu gehören unter anderem:
- die Auswahl geeigneter Standorte unter Berücksichtigung einer langfristig sicheren Kühlwasserversorgung,
- der Einsatz moderner Kühltechnologien (z. B. Kühltürme oder hybride Kühlsysteme), die die Abhängigkeit vom Flusswasser deutlich reduzieren können,
- eine Auslegung der Anlagen auf die zu erwartenden klimatischen Veränderungen,
- sowie eine langfristige Modernisierung der Kraftwerksflotte mit höherer Effizienz und verbesserten Sicherheitssystemen.
Im Übrigen haben die früheren deutschen Kernkraftwerke über Jahrzehnte zuverlässig und störungsfrei gearbeitet und so den wirtschaftlichen Aufstieg Deutschlands begleitet. Die Anforderungen an Kühlung und Gewässerschutz waren bereits damals integraler Bestandteil ihrer Genehmigung und ihres Betriebs.
2. Welche Backup-Technologien sieht die AfD vor?
Unser Ziel ist eine Energieversorgung mit möglichst hoher Grundlastfähigkeit. Kernkraft soll dabei einen wesentlichen Beitrag leisten, jedoch nicht als einzige Energiequelle.
Zur Versorgungssicherheit gehören auch:
- moderne Kohle- und Gaskraftwerke als regelbare Reserve,
- Pumpspeicherkraftwerke und andere wirtschaftlich sinnvolle Speichertechnologien,
- der weitere Ausbau der Stromnetze,
- sowie ein ausgewogener Energiemix, der Versorgungssicherheit über ideologische Einzelinteressen stellt. Hierzu zählen natürlich auch die bereits existierenden Windenergie- und Solarstromanlagen.
Aus unserer Sicht ist entscheidend, dass Deutschland jederzeit über ausreichend gesicherte Leistung verfügt. Insofern ist die AfD selbstverständlich technologieoffen. Gerade hierin unterscheiden wir uns von einer Energiepolitik, die sich überwiegend auf wetterabhängige Erzeugungsformen stützt. Windkraft und Photovoltaik leisten zwar Beiträge zur Stromerzeugung, ihre Einspeisung kann jedoch über Stunden oder sogar Tage hinweg stark schwanken. Hierdurch erhöht sich das Risiko von Stromausfällen oder gezielten Stromabschaltungen, um die Netzstabilität aufrechtzuerhalten. Deutschland als Industrienation ist gut beraten die ideologiebasierte Ablehnung der friedlichen Nutzung der Kernkraft zu beenden. K. l. d. w. T. d. J. h. k. S. e. w. L. w. e. H. a. d. g. K. n..
Deshalb setzt sich die AfD für eine technologieoffene, sichere und wirtschaftliche Energiepolitik ein, die Versorgungssicherheit bei bezahlbaren Strompreisen wieder in den Mittelpunkt stellt.
Mit besten Grüßen aus dem Harz
