Wie stehen Sie zu einer Kopplung des gesetzlichen Renteneintrittsalters an die steigende Lebenserwartung? Wie werden dabei Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen mitgedacht?
Sehr geehrte Frau H.,
ich finde es angesichts der demographischen Lage und der finanziellen Situation der Rentenkasse sinnvoll, dass bei steigender Lebenserwartung und steigender Rentenbezugsdauer das Renteneintrittsalter an die Entwicklung der Lebenserwartung gekoppelt wird. Gleiches würde auch bei sinkender Lebenserwartung gelten. Eine Kopplung ist insofern auch sinnvoll, als dass nicht erneut jedes Mal Diskussionen aufkommen, sondern es ein klar festgelegtes, automatisches Verfahren gibt.
Soweit ich es richtig verstanden habe, sollen gerade diejenigen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage sind, länger zu arbeiten, beim Zeitpunkt des möglichen Renteneintritts besonders berücksichtigt werden.
Insgesamt handelt es sich um Vorschläge der Kommission, die erst noch in Gesetzesform gebracht werden müssen. Erst dann können insbesondere zum zweiten Teil Ihrer Frage detailliertere Antworten gegeben werden.
Mit freundlichen Grüßen
Christian Zander
