Können Sie bitte in unserem Stadtteil aufklären und Krisenvorsorge und Katastrophenschutz einüben? https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Mediathek/Publikationen/Buergerinformationen/Ratgeber
Sehr geehrter Abgeordneter von Barmbek- Nord,
Grund meines Schreibens heute ist meine wachsende Sorge über die politische Lage und Sicherheit und Angst um die Zukunft unserer Kinder.
Ich habe drei Söhne und möchte sicherstellen, dass ich im Krisenfall alle drei gut versorgen kann und keine unkontrollierte Panik entsteht. In einem stark belebten, überlaufenen Stadtteil wie BarmbekNord nahe des Flughafens und auch des Hafens möchte man mit drei kleinen Kindern im Ernstfall genau wissen, was man tut. Ich bitte Sie daher dringlich um Ihre Fürsorge für uns: informieren Sie uns transparenter und direkter über das Rüstungsgeschehen und den Operationsplan. Wie können junge Familien sich im Katrastrophenschutz einbringen? Wie können wir im Krisenfall vorgehen? Wo ist der nächste Bunker in Barmbek? Wie verhalten wir uns den Kindern gegenüber um Sicherheit auszustrahlen? Welche Schutzmaßnahmen gibt es? Mir reicht die Broschüre des Bunds zur Krisenvorsorge nicht.
Sehr geehrte Frau H.,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Ihre Sorgen als eine Hamburger Mutter kann ich – auch als ein Hamburger Vater – sehr gut nachvollziehen. Lassen Sie mich daher Ihnen vorab versichern: Die Stadt Hamburg ist gut gegen Krisenfälle gewappnet, was auch der Arbeit des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zu verdanken ist.
Nun zu Ihren Fragen: Das BBK publizierte in den letzten Jahren diverse Info-Materialien zu den wichtigsten Verhaltensregeln in Krisen- und Notfällen, Tipps zu Krisenkommunikation mit Kindern, dem Umgang mit belastenden Ereignissen u.v.m. Darüber hinaus können Sie in kostenlosen Praxis-Übungen und Workshops – z.B. „Erste Hilfe mit Selbstschutzinhalten“ (kurz: EHSH) - bei Partnerverbänden wie dem DRK, die Selbsthilfefähigkeiten von Ihnen und Ihrer Familie stärken.
Die mögliche Wiederaufnahme des seit 2007 aufgegebenen Betriebs der öffentlichen Schutzräume wird indes aktuell zwischen Bund und Ländern abgestimmt. Es ist geplant, ein digitales Verzeichnis zu entwickeln, das alle zugänglichen Zufluchtsorte darstellt. Diese sollen in die NINA Warn-App integriert werden und so den Bürgern ernöglichen, den nächst gelegenen Schutzort zu finden.
Mit freundlichen Grüßen,
Christoph de Vries
