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Wie stehen die Verhandlungen zu Vertrauensschutz und Anhebung BBG bei der GKV Reform?

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Christos Pantazis
SPD
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Frage von Jürgen F. •

Wie stehen die Verhandlungen zu Vertrauensschutz und Anhebung BBG bei der GKV Reform?

Sehr geehrter Herr Pantazis,

danke für Ihre Antworten und dafür, dass Sie Vertrauensschutz, Lebensplanung, Minijobber, Ruhestandsübergänge sowie den Schutz privater Altersvorsorge ausdrücklich ansprechen.

Eine Bitte noch:

Bei der Familienversicherung werden offenbar Ausnahmen für Ehepartner ab 55 Jahren diskutiert. Aus meiner Sicht sollte jedoch nicht das Alter des mitversicherten Ehepartners maßgeblich sein, sondern ob der Hauptversicherte bereits Rentner ist und seine Lebensplanung auf Basis der bisherigen Regeln abgeschlossen hat. Andernfalls würden Ehepaare mit größerem Altersunterschied benachteiligt.

Bitte berücksichtigen Sie auch die Folgen einer höheren Beitragsbemessungsgrenze für Rentner mit betrieblicher und privater Altersvorsorge. Viele überschreiten die Grenze nicht wegen hoher Erwerbseinkommen, sondern weil sie über Jahrzehnte zusätzlich vorgesorgt haben. Eigenverantwortung sollte nicht nachträglich bestraft werden.
Uns würde das 3500 € pro Jahr kosten
Mfg J. F

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Antwort von SPD

Sehr geehrter Herr F.,

vielen Dank für Ihre erneute Nachricht und die ergänzenden Hinweise. Ihre Anmerkung zur Familienversicherung ist nachvollziehbar. Tatsächlich stellt sich bei möglichen Reformen nicht nur die Frage des Lebensalters, sondern auch die Frage von Vertrauensschutz, Lebensplanung und bereits getroffenen Entscheidungen innerhalb von Familien. Dabei müssen selbstverständlich auch unterschiedliche familiäre Konstellationen berücksichtigt werden, damit keine neuen Ungleichbehandlungen entstehen.

Ebenso wichtig ist Ihr Hinweis auf die betriebliche und private Altersvorsorge. Viele Rentnerinnen und Rentner haben über Jahrzehnte hinweg eigenverantwortlich vorgesorgt und ihre finanzielle Planung auf Grundlage der geltenden Rahmenbedingungen aufgebaut. Dieser Aspekt muss bei allen Überlegungen zu einer möglichen Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze sorgfältig berücksichtigt werden.

Zu Ihrer Frage nach dem aktuellen Stand der Beratungen kann ich Ihnen mitteilen, dass Fragen des Vertrauensschutzes und möglicher Übergangsregelungen in den laufenden Diskussionen weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Gleiches gilt für die Auswirkungen einer möglichen Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze auf Personen, die bereits heute erhebliche Beiträge zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung leisten. Die Beratungen sind derzeit noch nicht abgeschlossen, sodass ich dem Ergebnis nicht vorgreifen möchte.

Gerade deshalb ist es wichtig, Reformvorschläge nicht allein unter fiskalischen Gesichtspunkten zu bewerten, sondern auch ihre Auswirkungen auf Beitragsgerechtigkeit, Akzeptanz und den Vertrauensschutz der Betroffenen in den Blick zu nehmen.

Vielen Dank, dass Sie Ihre Perspektive und die konkreten Auswirkungen für Ihre persönliche Situation mitgeteilt haben. Solche Rückmeldungen sind für die politische Bewertung von Reformvorschlägen sehr wertvoll.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Christos Pantazis MdB

 

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