Zunächst möchte ich sagen: Ihren Ärger kann ich gut nachvollziehen. Wenn ein verordnetes Medikament wie Antispasmin nicht verfügbar ist und weder Apotheke noch Arzt sagen können, wann wieder geliefert wird, dann ist das für die Betroffenen äußerst belastend. Niemand sollte sich Sorgen machen müssen, ob notwendige Arzneimittel rechtzeitig verfügbar sind.
Wir brauchen eine solidarische, faire und nachhaltige Finanzierung unseres Gesundheitssystems, die gesamtgesellschaftliche Aufgaben auch gesamtgesellschaftlich trägt.
Sie sprechen zentrale Fragen von Gerechtigkeit, Verfassungsmäßigkeit und praktischer Umsetzbarkeit an.
Aus meiner Sicht bleibt richtig: Eine wirksame Cannabispolitik muss Gesundheitsschutz, Prävention, Jugendschutz und die Bekämpfung des Schwarzmarktes zusammendenken.
Zur beitragsfreien Mitversicherung habe ich eine klare Haltung: Sie ist ein wesentlicher Bestandteil unseres solidarischen Gesundheitssystems. Gerade Familien, Menschen mit geringem Einkommen sowie pflegende Angehörige profitieren davon. Eine Abschaffung oder pauschale Einschränkung halte ich für sozialpolitisch falsch und setze mich im parlamentarischen Verfahren dafür ein, dass diese Regelung erhalten bleibt.
Die von Ihnen geschilderte Situation zeigt sehr deutlich, warum pauschale Änderungen bei der beitragsfreien Mitversicherung schnell zu sozialen Härten führen können.
