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Müssen sich angesichts der Entwicklung in Venezuela Regierungen bzw. Staatsoberhäupter oder Regierungschefs persönlich vor Trump fürchten?

Dirk Wiese, Kandidat der SPD für den 20. Deutschen Bundestag
Dirk Wiese
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Frage von Michael S. •

Müssen sich angesichts der Entwicklung in Venezuela Regierungen bzw. Staatsoberhäupter oder Regierungschefs persönlich vor Trump fürchten?

Herr Wiese, erlauben Sie mir eine präzise Frage: Halten Sie es – mit Blick auf den Fall Maduro – für ausgeschlossen, dass politisches Vorgehen gegen die Meinungsfreiheit unter veränderten internationalen Maßstäben künftig auch für westliche Entscheidungsträger persönliche Konsequenzen haben könnte, bis hin zu Maßnahmen durch die US-Regierung?

Dirk Wiese, Kandidat der SPD für den 20. Deutschen Bundestag
Antwort von SPD

Sehr geehrter Herr S.,

 

das Vorgehen der amerikanischen Regierung in Venezuela ist sehr bedenklich. Es ist klar, dass der venezolanische Machthaber Nicolás Maduro ein autoritäres Regime angeführt hat, das sich mit Gewalt und Unterdrückung an die Macht geklammert hat. Allerdings kann das keine Rechtfertigung dafür sein, das Völkerrecht zu missachten und einem Staat so die Souveränität zu nehmen. Die venezolanische Bevölkerung muss selbst über die Zukunft ihres Landes entscheiden können. Es ist besorgniserregend, dass die Vereinigten Staaten internationale Regeln missachten. Im Umgang zwischen Staaten gelten immer die Prinzipien des Völkerrechts.

 

Zu Ihrer Frage, inwieweit das amerikanische Vorgehen auch auf westliche Entscheidungsträger persönliche Konsequenzen haben könnte im Falle von politischen Differenzen, würde es sich nur um Spekulationen meinerseits handeln, die aktuell zumindest nicht zum Tragen kommen. Bundeskanzler Merz und Präsident Trump bemühen sich beispielsweise derzeit auf internationaler Ebene um die Befriedung der Ukraine und Israels. Dabei wird deutlich, dass es teils unterschiedliche Meinungen zu den Bedingungen zum Vorgehen geben kann, ohne dass es gleich zu Repressalien seitens der amerikanischen Regierung gegenüber Vertreterinnen und Vertretern anderer Länder kommt.

 

Beste Grüße

 

Dirk Wiese

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