Wie setzen Sie sich für die Freilassung der gewaltfrei agierenden Aktivist*innen auf der Madleen ein – darunter Yasemin Acar –, die völkerrechtswidrig in internationalen Gewässern festgenommen wurden?
Die Madleen ist Teil der Freedom Flotilla Coalition, die seit Jahren gewaltfrei auf die Situation in Gaza aufmerksam macht. Am 1. Juni 2025 verließ sie den Hafen von Catania mit humanitären Hilfsgütern – darunter Babynahrung, Prothesen und medizinisches Material. An Bord: internationale Aktivistinnen wie Greta Thunberg, Rima Hassan und Yasemin Acar. Obwohl sich das Schiff in internationalen Gewässern befand, wurde es offenbar durch israelische Kräfte gestoppt, die Crew festgenommen. Die Bundesregierung trägt Verantwortung, ihre Staatsbürgerinnen – insbesondere Menschenrechtsaktivist*innen – vor willkürlicher Repression zu schützen. Quelle: freedomflotilla.org, aktuelle Medienberichte u.a. von taz, Al Jazeera und Le Monde.
Guten Tag Frau S.,
Vielen Dank für Ihre Frage. Im Rahmen meines Mandats im Europäischen Parlament, insbesondere durch meine Arbeit im Ausschuss für Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe, habe ich mich in den letzten Jahren für einen ungehinderten Zugang von humanitärer Hilfe nach Gaza und die Einhaltung des humanitären Völkerrechts eingesetzt. Deswegen unterstütze ich auch dieses humanitäre Anliegen der Freedom Flotilla. Zum Zeitpunkt der Festnahme der Aktivist*innen der Madleen haben wir als Fraktion der Grünen/EFA eine sofortige Freilassung gefordert, siehe Pressemitteilung:
https://www.greens-efa.eu/de/artikel/news/political-group-leaders-statement-on-the-detention-of-the-aid-vessel-madleen
Mit freundlichen Grüßen
Erik Marquardt
