Airlines weichen ungestraft von Flugrouten ab. Lärm & Feinstaub könnten kapitalisiert werden, um belastete Bürger*innen direkt zu entschädigen. Wie engagieren Sie sich für baulichen Schallschutz?

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Gerhard Kalinka
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Airlines weichen ungestraft von Flugrouten ab. Lärm & Feinstaub könnten kapitalisiert werden, um belastete Bürger*innen direkt zu entschädigen. Wie engagieren Sie sich für baulichen Schallschutz?

Frage von Uwe P. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 3 Wochen

Meiner Ansicht nach nützt es wenig, den geschädigten Menschen schlicht Geld in die Hand zu drücken.

Flugverkehr muss von vorneherein so organisiert werden, dass er für Mensch und Natur erträglich ist. Dazu gehört auch die Frage, ob die Menge an Flügen (unglaubliche 10.000 Milliarden Passier-Kilometer pro Jahr!) nicht deutlich gesenkt werden muss.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/311643/umfrage/flugverkehr-entwicklung-nach-rpk-weltweit/

Dies kann geschehen durch Besteuerung von Kerosin, Spreizung der Start/Landegebühren nach CO2- und Ruß-Ausstoß sowie Lärmemmission.

Letztlich gilt das Verursacherprinzip: Luftverkehr muss alle wahren Folgekosten tragen, auch was aktive und passive Schutzmaßnahmen, Gesundheitsmonitoring und CO2-Bilanz betrifft. Die Ticketpreis würden dann etwa sieben mal so teuer werden:
https://ethz.ch/de/news-und-veranstaltungen/eth-news/news/2018/11/blog-kosten-fliegen-renate-schubert.html

Am BER muss der bauliche Schallschutz endlich vollständig umgesetzt werden.

Die gängie Praxis, alte Häuser einfach mit 1/3 des Verkehrswerts abzugelten, ohne irgeneinen Schallschutz einzubauen, finde ich grundfalsch. So werden teure Häuser bzw. reiche Eigentümer mit vollständigem teurem Schallschutz "belohnt", während Menschen in einfachen Häuser mit dem Lärm und (nicht ausreichendem!) Geld alleine gelassen werden.

Ein Skandal! Diese Praxis muss geändert werden!