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Warum ist es nicht möglich, bei der Deutschen Bahn mit WERO zu bezahlen?

Harald Orthey
CDU
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Frage von Markus H. •

Warum ist es nicht möglich, bei der Deutschen Bahn mit WERO zu bezahlen?

Guten Tag Herr Orthey,

wie der Bundeskanzler Friedrich Merz, bin ich auch der Meinung, dass Europa unabhängiger von den USA werden muss.

Eine Gelegenheit bietet dazu der europäische Finanzdienstleister WERO. Damit WERO eine Chance hat sich durchzusetzen, ist es notwendig, dass viele Unternehmern diese Zahlungsmöglichkeit anbieten.

Mir ist es unverständlich, dass der Staatskonzern Deutsche Bahn PAYPAL als Finanzdienstleister akzeptiert, aber nicht WERO. Ich bitte Sie ihren Einfluss geltend zu machen, damit bei der Deutschen Bahn auch mit WERO bezahlt werden kann.

Freundliche Grüße aus Diez

Markus H.

Antwort von CDU

Sehr geehrter Herr H.,

vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihre Überlegungen zur Zahlungsakzeptanz des europäischen Zahlungsdienstleisters WERO bei der Deutschen Bahn. Ihr Anliegen greift einen wichtigen Aspekt der europäischen digitalen Souveränität auf, nämlich die Frage, wie europäische Zahlungsinfrastrukturen gestärkt und im Alltag breiter nutzbar gemacht werden können.

Nach Auskunft der Deutschen Bahn steht die Zahlungsinfrastruktur des Konzerns derzeit auf mehreren internationalen Bezahlsystemen, darunter Kreditkartenanbieter, PayPal, Apple Pay und weitere etablierte Dienste. Die Integration neuer Zahlungsanbieter erfolgt grundsätzlich auf Basis technischer, regulatorischer und wirtschaftlicher Kriterien sowie der Nachfrage am Markt.

WERO ist noch ein sehr junges Angebot. Es wurde 2024 im Rahmen des Projekts der European Payments Initiative (EPI) gestartet und befindet sich derzeit im schrittweisen Rollout in den Mitgliedstaaten. Für die Bahn bedeutet dies, dass eine technische Anbindung erst möglich ist, sobald WERO flächendeckend verfügbar und stabil integriert werden kann.

Ich teile Ihre grundsätzliche Einschätzung, dass europäische Zahlungssysteme gefördert werden sollten, um strategische Abhängigkeiten zu reduzieren. Die Bundesregierung begleitet den EPI-Prozess unterstützend, und es ist sinnvoll, wenn öffentliche Unternehmen wie die Deutsche Bahn die Entwicklung genau beobachten.

Mit freundlichen Grüßen

Harald Orthey, MdB

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