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14. Oktober, EU-Ministerrats- Entscheidung zur "Chatkontrolle". Was tun Sie dafür, dass wir unsere digitale Selbstbestimmung behalten und Deutschland ein klares "Nein" abgibt?

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Janina Böttger
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Frage von Oma I. •

14. Oktober, EU-Ministerrats- Entscheidung zur "Chatkontrolle". Was tun Sie dafür, dass wir unsere digitale Selbstbestimmung behalten und Deutschland ein klares "Nein" abgibt?

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Als Linke lehnen wir den Chatkontrolle-Verordnungsentwurf in Gänze ab. Die Chatkontrolle stellt einen massiven Eingriff in die Privatsphäre, bei nicht nachgewiesener Verhältnismäßigkeit und fehlender Rechtsgrundlage dar. Die enorme Anzahl falschpositiver Treffer bei Tests und die resultierende Überlastung der Ermittlungsbehörden sind nicht verantwortbar.

Als Linke haben wir bereits in der vergangenen Wahlperiode und zuletzt im Herbst 2025 Anträge in den Deutschen Bundestag eingebracht, um uns für ein deutliches Nein Deutschlands im Europäischen Rat zum Verordnungsentwurf einzusetzen. 

Diesen parlamentarischen Druck werden wir im Laufe der Trilogverhandlungen aufrechterhalten. Statt der Chatkontrolle braucht es wirksame Alternativen zum Schutz von Kindern, unter anderem durch den Grundsatz "Löschen statt Sperren", mehr Aufklärung und digitale Bildung insbesondere für Kinder und Jugendliche, sowie mehr Ressourcen für Kinder- und Jugendschutz. Als europapolitische Sprecherin setze ich mich zudem für die konsequente Haftung der Plattformkonzerne bei Verstößen gegen Kinderschutzauflagen (z.B. gemäß Artikel 28 DSA) und eine Stärkung sicherer digitaler Räume im Rahmen der aktuellen Verhandlungen zur EU-Kinderschutzrichtlinie ein.

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