Wie stehen Sie zur Homöopathie als Leistung der Krankenkassen?
Guten Tag B. K.,
danke für Ihre Frage. Die Frage der Kostenübernahme für homöopathische Mittel durch die gesetzlichen Krankenkassen beschäftigt auch mich. Wie so oft in Fragen, in denen es sich um ein medizinisches Feld mit nicht ausreichend wissenschaftlicher Evidenzbasis handelt, lässt sie sich nicht pauschal beantworten. Grundsätzlich geht es darum, wie solidarisch und sinnvoll unser Gesundheitssystem finanziert wird. Ob Homöopathie als Leistung aufgenommen wird oder nicht, sollte nicht nur von ihren Kosten abhängig gemacht werden, sondern starker Evidenz für oder wider ihre Wirksamkeit. Folglich müssen wir über konkrete Kriterien und Prioritäten sprechen – zum Beispiel, wie sich eine patientenzentrierte Versorgung, Transparenz und echte Wirksamkeit vereinbaren lassen. In jedem Fall sollten Entscheidungen auf möglichst belastbaren Informationen beruhen, welche Aspekte in der Gesetzgebung eine Rolle spielen müssten oder welche Gespräche mit Fachgesellschaften, Patient*innen und Kassen geführt werden sollten.
Solidarische Grüße
Julia-Christina Stange, MdB
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Sprecherin für ambulante Versorgung, Frauengesundheit und Ausbildung in Gesundheitsberufen
Fraktion Die Linke im Bundestag
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