Inwieweit stimmen Sie der Aussage zu, dass Videoüberwachung im öffentlichen Raum das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig stärkt?
Sehr geehrter Herr Hagel,
da das subjektive Sicherheitsempfinden der Menschen zunehmend in den Mittelpunkt rückt und viele Menschen sich zunehmend vor Kriminalität fürchten, gewinnt die Videoüberwachung öffentlicher Plätze eine immer wichtigere Rolle. Deswegen möchte ich Sie fragen, inwieweit Sie der Aussage zustimmen, dass Videoüberwachung im öffentlichen Raum das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig stärkt - oder schwächt?
Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrter Herr H.,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Für mich ist ganz klar: Videoschutz stärkt insbesondere an Kriminalitätsschwerpunkten, im ÖPNV und in Angsträumen die objektive Sicherheit und gleichzeitig das subjektive Sicherheitsgefühl. Er wird dort von den Bürgerinnen und Bürgern als Sicherheitsgewinn wahrgenommen. Die landesweite Sicherheitsbefragung belegt, dass das Gefühl der Unsicherheit deutlich stärker ausgeprägt ist, wenn die Menschen nachts im öffentlichen Raum oder im ÖPNV unterwegs sind als im eigenen Wohngebiet. Wenn Bürgerinnen und Bürger sich unsicher fühlen, schränkt das ihre Freiheit und Teilhabe ein.
Dem kann mit gezielt eingesetztem Videoschutz begegnet werden. Daher wollen wir öffentliche Angsträume durch deutlich mehr Videoschutz und Beleuchtung beseitigen. Polizeivollzugsdienst und Kommunen werden wir dafür mehr Möglichkeiten zur Verfügung stellen und das Mannheimer Pilotprojekt zum KI-gestützten intelligenten Videoschutz landesweit zum Standard machen.
Freundliche Grüße
Manuel Hagel MdL
