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Welche Bedingungen knüpfen Sie an die Durchführung von Homeschooling, für das Sie sich im SWR-Sommerinterview offen zeigen?

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Sebastian Münzenmaier
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Frage von Markus K. •

Welche Bedingungen knüpfen Sie an die Durchführung von Homeschooling, für das Sie sich im SWR-Sommerinterview offen zeigen?

Sehr geehrter Herr Münzenmaier!

Ausgehend von https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/swr-aktuell-sommerinterview-sebastian-muenzenmaier-vize-vorsitzende-der-afd-in-rheinland-pfalz-100.html bitte ich um eine Antwort auf meine Frage:

Sie befürworten Homeschooling. Vor dem Hintergrund der Positionen Ihrer Partei stellt sich die Frage, nach welchen Maßstäben dies erfolgen soll: Wie verhindern Sie, dass Homeschooling zur Verbreitung einseitiger oder altparteienüblicher Weltbilder genutzt wird? Welche verbindlichen Kontrollen sichern die Einhaltung ihrer dann vorgebenen Bildungsinhalte?

Ist der Zugang an bestimmte gesellschaftliche Leitbilder gebunden – etwa ein von der AfD propagiertes traditionelles Familienbild Mann - Frau - Kind – oder bleibt Homeschooling unabhängig von politischer Haltung und Lebensform offen?

Wie stellen Sie insgesamt sicher, dass keine ideologisch verbrämten Parallelstrukturen auf Basis der Ansichten derzeitiger Altparteien entstehen?

Vielen Dank!

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Antwort von AfD

Wie ich beim SWR schon betont habe, bin ich nicht der Bildungsexperte meiner Partei. Daher kann ich Ihnen nicht im Detail darlegen, wie die Umsetzung der Vorschläge aus Sachsen-Anhalt am Ende ganz konkret ausgestaltet sein wird. Sicher ist aber: Der Zugang zu einem Heimunterricht darf nicht an die politische Haltung oder Lebensform der Familien gebunden sein, sondern wäre ein Recht, dass allen Eltern gleichermaßen zusteht. 

Selbstverständlich muss auch weiterhin gewährleistet werden, dass Kinder, die zuhause unterrichtet werden, die erforderlichen Lernfortschritte erzielen, zum Beispiel durch zentrale Kontrollen. So könnte man festlegen, dass diese Kinder am Ende eines jeden Schulhalbjahres eine standardisierte Prüfung an einer staatlichen Schule ablegen müssen. Die Befürwortung von Homeschooling bedeutet auch nicht, dass rechtsfreie Räume geschaffen werden oder auf schulische Mindeststandards verzichtet wird. Es ist auch nicht gesagt, dass eine Aufweichung der Schulpflicht dazu führt, dass Kinder nur noch zuhause unterrichtet werden, möglich wären ja auch Mischformen aus Präsenz- und Heimunterricht.

Wir stehen zwar noch am Anfang diese Debatte, die durch die Kollegen der AfD-Sachsen-Anhalt angestoßenen wurde. Ich bin jedoch froh, dass dieser Vorschlag nun überhaupt diskutiert wird. Klar ist doch: Wir müssen dringen Wege finden, wie wir die Schulbildung unserer Kinder – gerade mit Blick auf Basiskompetenzen – de wieder spürbar verbessern. Und möglicherweise kann Homeschooling hier an den richtigen Stellen das Bildungssystem entlasten. 

Ich selbst habe mir zu dem Thema noch keine abschließende Meinung gebildet. Ich sehe aber, dass es zahlreiche Länder, auch in der EU, gibt, die statt einer starren Schulpflicht auf eine offenere Bildungs- oder Unterrichtspflicht setzen und das durchaus unaufgeregt und erfolgreich praktizieren. Allein diese funktionierenden Beispiele zeigen, dass sich die Diskussion darüber auch in Deutschland lohnt.

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