Wie stehen Sie zur drohenden Abschiebung von Sidat aus Stadtallendorf?
Sehr geehrter Herr Sack,
wie stehen Sie zur drohenden Abschiebung von Sidat, einem jungen irakisch-kurdischen Schüler aus Stadtallendorf, der als Klassenbester seinen Abschluss an der Käthe-Kollwitz-Schule gemacht und bereits einen Ausbildungsplatz in der Radiologie am UKGM sicher hat? Die zentrale Ausländerbehörde hat ihm trotz dieser Integrationsleistung die Arbeitserlaubnis entzogen und den Aufenthalt nur befristet verlängert.
Halten Sie es für sinnvoll oder gerecht, dass gut integrierte junge Menschen wie Sidat, die aktiv zur Gesellschaft beitragen wollen, durch solche Entscheidungen faktisch zur Ausreise gedrängt werden – insbesondere vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen?
Was werden Sie auf Bundes- oder Landesebene unternehmen, um solche Fälle künftig zu verhindern?
Mit freundlichen Grüßen
Leon B.
Lieber Herr B.,
Ich gehe davon aus, dass Sie zwischenzeitlich verfolgt haben, dass die drohende Abschiebung abgewendet werden konnte und er nun seine Ausbildung absolvieren kann. Für mich als Abgeordneter, aber auch für uns als SPD steht fest: Hessen ist ein weltoffenes Bundesland, welches nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sozial in hohem Maße von Menschen mit Migrationshintergrund mitgetragen wird. Um die Herausforderungen der Zukunft, sei es hier in Marburg, Hessen oder Deutschland, zu stemmen, bedarf es auch der Zuwanderung. Dabei gilt es, Menschen in Not zu helfen, ihnen eine adäquate Integration zu gewährleisten sowie gute Voraussetzungen für junge Menschen zu schaffen. Ich freue mich daher umso mehr, dass wir dies für Sidat ermöglichen konnten.
Beste Grüße
Sebastian Sack
