Sehr geehrter Herr Hanser, seit Jahren nutze ich Integrative Medizin, mit mir nutzen sie viele Menschen. Warum spielt sie in Ihrem Wahlkampf kaum eine Rolle?
Sehr geehrte Frau R.,
vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihre berechtigte Frage.
Ich möchte offen sagen: Bis zu Ihrer Anfrage war der Begriff „Integrative Medizin“ für mich tatsächlich eher ein Fremdwort. Das heißt aber nicht, dass ich das Thema für unwichtig halte – im Gegenteil, Ihre Rückmeldung ist für mich ein Anlass, mich damit intensiver auseinanderzusetzen.
Für viele Menschen spielt Integrative Medizin eine wichtige Rolle – gerade wenn es darum geht, schulmedizinische Behandlungen sinnvoll mit ergänzenden Verfahren zu verbinden und Patientinnen und Patienten ganzheitlich zu betrachten.
Im aktuellen Wahlkampf stehen bei mir vor allem Fragen der sozialen Gerechtigkeit, der Daseinsvorsorge im ländlichen Raum und der Stärkung unseres Gesundheitssystems insgesamt im Vordergrund – etwa der Zugang zu ärztlicher Versorgung, gute Arbeitsbedingungen im Pflegebereich und eine verlässliche Finanzierung von Krankenhäusern.
Grundsätzlich ist für mich entscheidend: Medizinische Verfahren sollten wissenschaftlich geprüft, wirksam und sicher sein. Wo integrative Ansätze nachweislich helfen und Patientinnen und Patienten davon profitieren, sollten sie ihren Platz im Versorgungssystem haben. Gleichzeitig müssen Transparenz, Evidenz und Patientenschutz gewährleistet sein.
Gerne komme ich mit Ihnen weiter ins Gespräch – mich interessiert, welche konkreten Erfahrungen Sie gemacht haben und wo Sie politischen Handlungsbedarf sehen.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Hanser
