Frage an Thomas Seerig bezüglich Verkehr

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Thomas Seerig
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Frage an Thomas Seerig von Elisabeth K. bezüglich Verkehr

Sehr geehrter Herr Seerig,

im Wahlprogramm der FDP Steglitz-Zehlendorf, der Sie ja angehören, wird eine "große Lösung und Weiterentwicklung von Zehlendorf-Mitte" gefordert ( http://www.fdp-steglitz-zehlendorf.de/files/2223/Bezirkswahlprogramm-SZ-2016.pdf ). Was genau muss man sich darunter vorstellen? Wie passt es zusammen, dass dort gleichzeitig davon die Rede ist, die S-Bahn-Unterführung zu verbreitern und den Teltower Damm zur attraktiven Einkaufsstraße aufzuwerten? Und wie passt das in die Planungen der Bahn zu Sanierung und Umbau des S-Bahnhofs Zehlendorf? http://www.morgenpost.de/berlin/article207770517/Postplatz-in-Zehlendorf-bekommt-Bahn-Anschluss.html

Sie selbst fordern auf der FDP-Homepage unter anderem "funktionierende Verwaltung " und "moderne Schulen" ( http://www.fdp-steglitz-zehlendorf.de/Unsere-Kandidaten-fuer-das-Abgeordnetenhaus-und-die-BVV-2016/2202c4061i198/index.html ). Können Sie bitte näher erklären, was Sie sich darunter vorstellen und wie die Umsetzung aussehen soll?

Mit freundlichen Grüßen
E. K.

Frage von Elisabeth K. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 2 Stunden 2 Minuten

Sehr geehrte Frau K.,

vielen Dank für Ihre Fragen, auf die ich gerne eingehe.

Die Situation in Zehlendorf-Mitte ist derzeit unbefriedigend, denn weder hat der Teltower Damm eine wirkliche Einkaufsqualität noch fließt der Verkehr dort reibungslos.
Notwendig sind neue, innovative Lösungen, die beide Aspekte gleichermaßen berücksichtigen.
Ein zweiter Zugang zur S-Bahn, natürlich zum Postplatz hin, bringt eine erste Verbesserung für die Fußgänger und mit einer Verbreiterung des Nadelöhrs S-Bahn-Untertunnelung ließe sich Verkehr, gerade auch der Gütertransport, flüssiger gestalten.
Die Umbauten am S-Bahnhof stellen daher auch eine Chance dar, die es im Dialog mit den AnwohnerInnen zu nutzen gilt.
Dieser Dialog ist auch gefragt, um die Attraktivität des Teltower Damms zu erhöhen; als Einkaufsregion ebenso wie im weiteren Zuge als Wohnquartier.
Denn der Durchgangsverkehr in Richtung Süden / Goerzallee ist da und eine naheliegende Alternative gibt es bisher nicht. Andererseits ist dies aber auch ein Wohn- und Arbeitsfeld, die im Sinne von Lebensqualität weiterzuentwickeln sind.
Die FDP und auch ich haben folglich auch kein Patentrezept, aber den Willen im Gespräch mit allen Beteiligten ein ganzheitliche Lösung zu suchen und dann umzusetzen. Anstatt mit immer neuen unkoordinierten Einzelschritten die unbefriedigende Situation zu verschlimmbessern.

Zum Thema "funktionierende Verwaltung" verweise ich auf unseren entsprechenden Flyer
https://www.fdp-berlin.de/verwaltung/index.htm
also Verwaltungsvorschriften reduzieren (Nicht jede Frage braucht ein Amt), mehr Elektronik und auch mehr Personal.
Die Vergeudung von Lebenszeit auf Berlins Bürgerämtern ist für mich ein Negativbeispiel, ebenso die offensichtliche Überforderung des LaGeSo bei den Flüchtlingen im letzten Jahr.
Verwaltung muss funktionieren (können) und dem BürgerInnen dienen statt zu behindern.
Durch Wegfall von Bürokratie und unnötiger Aufgaben werden Ressourcen und Mittel frei, um sinnvoll die Verwaltung effektiver zu machen. Anstatt für Unsummen den Platz des 4. Juli umzubegrünen könnte dafür das Bürgeramt besser ausgestattet werden und Neu-Berliner sich schneller anmelden.

Moderne Schulen haben gutes und ausreichendes Personal; nicht nur LehrerInnen sondern auch Hausmeister und Sekretärinnen.
Berlins Schulen müssen aus der Kreidezeit ins Digitalzeitalter kommen.
Berlins Schulen müssen baulich so sein, dass sie ihrem Charakter als Zukunftsgestalter gerecht werden; von hygienischen Toiletten über sichere Bausubstanz bis zum ausreichender technischer Ausstattung.
Schließlich müssen Berlins Schulen wieder gleichermaßen die SchülerInnen fördern wie fordern. Das Niveau der Berliner Bildung darf nicht länger das Schlusslicht der Bundespolitik sein.
Dies wird nicht ohne zusätzliche Finanzmittel gehen, aber die Bildung der jungen Menschen ist die zentrale Zukunftsaufgabe der Stadt. Dafür muss das Geld künftig gezielter und effektiver eingesetzt werden, denn die Bildungsausgaben pro Kopf sind in Berlin hoch, die Resultate niedrig.

Ich hoffe, Ihren Fragen trotz der Kürze des Textes gerecht geworden zu sein.

Beste Grüße

Thomas Seerig