1.Frage Wie positioniert sich Ihre Organisation offiziell zu den wiederholten Versuchen der AfD-Führung, den Nationalsozialismus als „linke“ Ideologie umzudeuten?
am 21. September 2026 hat die AfD-Co-Vorsitzende Dr. Alice Weidel auf der Bundespressekonferenz erneut die geschichtswissenschaftlich widerlegte Behauptung aufgestellt, Adolf Hitler sei ein „Linksradikaler“ gewesen und habe „linksgerichtete Politik“ gemacht.2. Frage:
Welche konkreten, öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen und Aufklärungsinitiativen werden Sie ergreifen, um dieser Desinformation im parlamentarischen und öffentlichen Raum wirksam entgegenzutreten?
Sehr geehrter Herr R.,
die Behauptung, Adolf Hitler sei ein Linksradikaler gewesen, ist ein weiterer Versuch der AfD, sich selbst zu verharmlosen. Das ändert nichts daran, dass diese Behauptung auch historisch falsch ist. Das nationalsozialistische Regime verfolgte und ermordete Sozialdemokraten, Kommunisten und Gewerkschafter und beseitigte die freiheitliche Demokratie. Solchen Geschichtsverfälschungen muss klar widersprochen werden. Das tun wir als CDU/CSU bei jeder Gelegenheit im Parlament und auch öffentlich. Gleichzeitig halte ich wenig davon, jeder Provokation durch immer neue öffentlichkeitswirksame Kampagnen zusätzliche Aufmerksamkeit zu verschaffen. So etwas nutzt am Ende immer wieder nur den Falschen. Entscheidend sind eine starke historisch-politische Bildung, lebendige Erinnerungskultur und die sachliche politische Auseinandersetzung.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Frei
