Millionenverluste der Krankenkassen durch fragwürdige Investitionen-steigende Beiträge?? Weitere Sparmaßnahmen - Fremdwort? Wie kann das sein?
Sehr geehrter Herr Frei, wer ist für die Fehlinvestitionen verantwortlich? Die gleichen, welche klagen, dass kein Geld da ist? Anbei wie ich meine, die seriösen Quellen.
https://www.tagesschau.de/investigativ/millionenverluste-krankenkassen-100.html
Dazu kommen die horrenden Bezüge der Vorstandsmitglieder in Höhe von bis zu 400.000 €/Jahr,
teilweise prachtvolle Bauten.
https://www.krankenkassen.de/krankenkassen-vergleich/statistik/finanzen/vorstand/gehalt/
Ist hier nicht etwas Demut gegenüber dem Beitragszahler angebracht?
Hat die Expertenkommision auch hier über Sparpotenzial nachgedacht? Das Thema, dass Beiträge zweckentfremdet werden, möchte ich gar nicht mehr ansprechen. Danke für Ihre Antwort.
Sehr geehrte Frau K.,
auch für mich ist klar, dass die Krankenkassen mit den Beitragsgeldern der Versicherten mit größter Sorgfalt und Wirtschaftlichkeit umgehen müssen. Wie es dennoch zu diesen Verlusten kommen konnte, wird derzeit durch die Selbstverwaltung sowie Bundes- und Landesaufsichten aufgearbeitet. Verantwortlichkeiten und mögliche Haftungsansprüche müssen geklärt und womöglich auch zivilrechtlich geltend gemacht werden.
Das Thema Verwaltungskosten und Vorstandsvergütungen wurde auch bei den Beratungen der Finanzkommission ausdrücklich geprüft. Die Vorstandsvergütungen lagen 2025 GKV-weit bei rund 25 Mio. Euro und damit bei lediglich 0,007 Prozent der Gesamtausgaben; ein beitragsrelevantes Einsparpotenzial sieht die Kommission hier deshalb nicht. Für mich bleibt entscheidend: Bevor Beitragszahler zusätzlich belastet werden, müssen Effizienzreserven, Fehlanreize und unnötige Ausgaben im System konsequent angegangen werden. Über die Frage weiterer Fusionen wird angesichts der von Ihnen angesprochenen Sachlage auch weiter zu diskutieren sein.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Frei
