Quo vadis, CDU?
Das Handelsblatt schreibt am 10.10.2026
„CDU pur ist gescheitert“ – Vor der Klausur wächst der Druck auf Merz
Das höchste Gremium der CDU tagt, um einen Weg aus der bislang tiefsten Krise der Partei zu finden. Es mehren sich die Stimmen, die eine Kursänderung fordern – weg von den „Merz-Ultras“.
Berlin. Seit den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ist nichts mehr so, wie es mal war in der CDU. Binnen zweier Wochen im September verlor die Partei nicht nur die Regierungsverantwortung in Magdeburg und flog in Schwerin erstmals in ihrer Geschichte aus einem Landtag. Vor allem verlor die CDU gegen die AfD. Die hat sich zum Ziel gesetzt, die CDU zu zerstören.
Die zentralen Fragen lauten: Wie weiter? Mit wem an der Spitze? Mit welchen Inhalten? Mit welcher Präsentation? Und: Steht die „Brandmauer“ zur AfD
Sehr geehrter Herr R.,
die Ergebnisse der jüngsten Landtagswahlen sind für die CDU ein schwerer Rückschlag, den es gründlich aufzuarbeiten gilt. Die Konsequenz daraus kann aber weder eine bloße Personaldebatte noch die Übernahme von Positionen der AfD sein. Entscheidend ist, dass wir das Vertrauen der Menschen durch konkrete politische Ergebnisse zurückgewinnen. Dazu gehören wirtschaftliches Wachstum, sichere Arbeitsplätze, bezahlbare Energie, ein funktionierender Staat und notwendige Reformen unserer sozialen Sicherungssysteme. Die Menschen müssen spüren, dass Beschlüsse schnell umgesetzt werden und notwendige Reformen getätigt werden.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Frei
