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Wir gehen Sie mit der kurzfristig geplanten Abschaffung der angemessenen Vergütung von Psychotherapie im SGB V um?

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Vinzenz Glaser
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Frage von Laila G. •

Wir gehen Sie mit der kurzfristig geplanten Abschaffung der angemessenen Vergütung von Psychotherapie im SGB V um?

Sehr geehrter Herr Glaser, nach erfolgter Honorarkürzung, der beabsichtigten Budgetierung von Psychotherapie und steigenden Kosten für Sozialversicherungen steht meine Existenz und die Versorgung meiner PatientInnen auf dem Spiel. Nun will die CDU kurzfristig (5.7.26) zusätzlich aus des SGB V die angemessene Vergütung für Psychotherapie streichen, welche mühsam vor Gericht erstritten wurde und erst kostendeckendes Arbeiten möglich machte. Dieser Plan wird finaler Sargnagel für Psychotherapie sein. Bitte verhindern Sie dies.

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Antwort von Die Linke

Sehr geehrte Frau G., 

vielen Dank für Ihre Frage.

Der Bedarf an Psychotherapie ist in den letzten Jahren in Deutschland gestiegen – verständlich vor dem Hintergrund von diversen Krisen, Kriegen aber auch immer stärkerer Belastungen in der Arbeitswelt oder im Bildungsweg. Die gesetzlichen Krankenkassen sparen nun auf dem Rücken von Menschen, die psychotherapeutische Hilfe benötigen.

Die Absenkung der Honorare für psychotherapeutische Leistungen um 4,5% ab April 2026 bedeutet eine kritische Verschlechterung der Versorgung der Patient:innen. Dies ist ein Schritt zu mehr Zwei-Klassen Medizin den wir als Linke stark verurteilen. 

Allgemein sollte überdacht werden, wie die ohnehin schwierige Versorgungssituation durch strukturelle Maßnahmen verbessert werden kann. Honorarabsenkungen sind hierbei definitiv ein Schritt in die verkehrte Richtung.

Die Linke fordert eine flächendeckende, bedarfsgerechte Versorgung mit Kassensitzen und eine gesonderte Bedarfsplanung für Kinder- und Jugendpsychotherapeut:innen sowie die Finanzierung der Weiterbildung von Psychotherapeut:innen. All das mit dem Ziel, das diejenigen die Termine bekommen, die sie am dringendsten brauchen, unabhängig von ihrem Versicherungsstatus.

Auch innerhalb unserer Fraktion wird dieses Thema intensiv diskutiert. Meine Kolleginnen, die sich fachpolitisch mit ambulanter Versorgung und psychischer Gesundheit befassen, arbeiten bereits an entsprechenden parlamentarischen Initiativen.

Mit freundlichen Grüßen

Vinzenz Glaser

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