Frage an Annette Widmann-Mauz bezüglich Kultur

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Annette Widmann-Mauz
CDU

Frage an Annette Widmann-Mauz von Urytn Jüem bezüglich Kultur

23. März 2021 - 12:19

Warum lädt die Bundeskanzlerin zum Autogipfel, obwohl die Autobranche im letzten Jahr Gewinne gemacht hat, und nicht einen Kulturgipfel. Wäre auf jeden Fall sinnvoller und wichtiger. Ich fordere deshalb einen Kulturgipfel und zwar möglichst schnell bevor die Kultur ganz am Boden ist. In die Kniee ist sie schon gegangen. Wie ist ihre Meinung dazu?
mfG Helga Würz

Frage von Urytn Jüem
Antwort von Annette Widmann-Mauz
03. Mai 2021 - 08:17
Zeit bis zur Antwort: 1 Monat 1 Woche

Sehr geehrte Frau Würz,

die mittel- und langfristigen Folgen der Corona-Pandemie für die einzigartige und vielfältige Kultur- und Medienlandschaft in unserem Land sind riesig. Mit vielen Kulturschaffenden aus meiner Region habe ich mich in den letzten Monaten ausgetauscht und weiß, wie groß die Existenzsorgen und zugleich die Hoffnung auf langfristige Öffnungen sind. Kultur stärkt unsere Gesellschaft, die Teilhabe und den Zusammenhalt – und davon brauchen wir jetzt mehr denn je. Neben dem gemeinsamen Ziel der Bundesregierung, der Kunst- und Kulturbranche bestmöglich in dieser schwierigen Zeit zu helfen, ist der Bundeskanzlerin gerade auch der direkte persönliche Austausch mit Künstlern und Kulturschaffenden wichtig, den sie erst in der letzten Woche in einer großen Videokonferenz gesucht hat und dabei weitere Unterstützung für die Betroffenen zugesagt hat.

Erst vor wenigen Wochen hat der Bund auch das Rettungs- und Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien um eine weitere Milliarde aufgestockt. Das Programm ist ein wichtiger Beitrag für den Schutz und die Wiederbelebung unserer Kultur- und Medienlandschaft. Nicht zuletzt wollen wir in dieser schwierigen Lage damit auch ein Zeichen der Hoffnung und der Ermutigung setzen.
Insgesamt belaufen sich die Corona-Hilfen des Bundes für die Kulturbranche nun auf insgesamt 2 Milliarden Euro. Das entspricht der Höhe des gesamten regulären Kulturetats für ein Jahr. Die Aufstockung der Hilfen ist daher eine starke und gerade im Vergleich mit anderen Ländern einzigartige Solidaritätsbekundung mit den Kultur- und Medienschaffenden in unserem Land.

Mit den zusätzlichen Mitteln sollen einerseits bereits erfolgreich laufende Programmlinien fortgeführt und finanziell besser ausgestattet werden. Zum anderen sollen neue Programmlinien entwickelt werden. So sollen künftig verstärkt einzelne Kreative unterstützt werden, zum Beispiel mit Stipendien für Künstlerinnen und Künstler. Daneben sind neue Programmlinien insbesondere für freie Ensembles, Kammermusikensembles und Orchester, für die Literatur, Kunstvereine und auch den Kinobereich geplant.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Annette Widmann-Mauz MdB