Was wollen Sie unternehmen, damit wirklich kranke Menschen weiterhin Medizinalcannabis bekommen
Sehr geehrte Frau Wegge
Was wollen Sie unternehmen damit die CDU bzgl.Cannabis nicht allen kranken Menschen die Versorgung von Cannabis als Medizin wegnimmt.Sie wissen ganz genau,daß viele Patienten nur die Möglichkeit bei der Telemedizin haben, damit ihnen geholfen wird. Auch der Online Versand von Cannabis muß weiter gewährleistet sein.Die Preise bei den vor Ort Apotheken sind so hoch daß sich ein normaler Bürger dies sich nicht leisten kann. Wollt ihr wirklich zulassen,dass all die Menschen wieder auf den Schwarzmarkt gedrängt werden und gestrecktes Cannabis konsumieren müssen?Will die SPD wirklich zulassen, dass diese Menschen wieder als Kriminelle abgestempelt werden?Das geht überhaupt nicht.Ausserdem verstehe ich nicht,daß Cannabis so verteufelt wird und Alkohol als Kultur hingestellt wird. Alkohol ist eine weitaus schlimmere Droge.Viele Gewaltdelikte,Unfälle u.Todesopfer sind durch Alkohol verursacht nicht durch Cannabis. Und haben wir nicht genug andere Probleme in Deutschland
Sehr geehrte Frau P.,
vielen Dank für Ihre Frage.
Die medizinische Versorgung von schwerkranken Patient*innen mit Medizinalcannabis darf durch gesetzliche Änderungen nicht verschlechtert werden, weder beim Zugang über Telemedizin noch beim Versand, der für viele chronisch Kranke entscheidend ist.
Die SPD-Bundestagsfraktion und ich lehnen die vorgeschlagene Verschärfung (Präsenzpflicht bei der Verschreibung, Verbot des Versandhandels) in dieser Form ab, weil sie Patient*innen, Ärzt*innen und Apotheken unnötig einschränkt. Ich setze mich dafür ein, dass der Zugang zu Medizinalcannabis verlässlich, rechtssicher und bezahlbar bleibt und moderne Versorgungswege wie seriöse Telemedizin und Versand erhalten werden.
Mit freundlichen Grüßen
Carmen Wegge
