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Viele der beschlossenen Reformen bedeuten drastische Einschnitte bei bedürftigen Kindern, Jugendlichen, Alleinerziehenden. Wie vereinbaren Sie dies mit der christlichen Nächstenliebe?

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Franziska Hoppermann
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Frage von Barbara S. •

Viele der beschlossenen Reformen bedeuten drastische Einschnitte bei bedürftigen Kindern, Jugendlichen, Alleinerziehenden. Wie vereinbaren Sie dies mit der christlichen Nächstenliebe?

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Antwort von CDU

Sehr geehrte Frau S.

die Sorge um Kinder und Jugendliche und Alleinerziehende nehme ich sehr ernst – gerade weil uns als Union der Schutz von vulnerablen Gruppen ein zentrales Anliegen ist. 

Alle Maßnahmen sind meiner Ansicht nach kein Widerspruch zur christlichen Nächstenliebe, sondern Ausdruck verantwortungsvoller Politik in schwierigen Haushaltslagen. Nächstenliebe bedeutet für uns auch, den Sozialstaat dauerhaft finanzierbar zu halten, damit er gerade für die Schwächsten verlässlich bleibt. Deshalb setzen wir auf zielgenaue statt auf pauschale Leistungen und stärken den Grundsatz des aktivierenden Sozialstaats. Er ist der Kern unserer sozialen Marktwirtschaft und auch der katholischen Soziallehre. 

Bisher sind auch noch nicht zu allen Bereichen tatsächliche Gesetzesvorschläge in der Beratung, sondern grob skizzierte Ideen. Insofern müssen wir die konkrete Ausgestaltung noch abwarten, bevor es eine finale Bewertung geben kann. Einzelne Einsparungen wären im Alltag spürbar – das ist mir durchaus bewusst. Aber um Kernleistungen wie Regelsätze, Bildungspaket und Unterhaltsvorschuss dem Grunde nach erhalten zu können, müssen wir an anderen Stellen Strukturen effizienter und zukunftsfester gestalten. 

 

Mit freundlichen Grüßen

Franziska Hoppermann

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