Wie stehen Sie angesichts der Klimaziele der Politik zu mehr Anstrengungen beim Umbau Berlins zur fahrradfreundlichen Stadt?

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Henner Schmidt
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Wie stehen Sie angesichts der Klimaziele der Politik zu mehr Anstrengungen beim Umbau Berlins zur fahrradfreundlichen Stadt?

Sehr geehrter Herr Schmidt,

konkret bitte ich Sie um eine Antwort auf folgende Fragen:
1. Sollte Berlin bei der Förderung des Radverkehrs in Berlin an Tempo zulegen, um die Klimaziele, zu denen die Politik sich verpflichtet hat, zu erreichen?
2. Welche Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs in Berlin/in Ihrem Wahlkreis halten Sie für besonders wichtig bzw. förderungswürdig?
3. Sollten Ihrer Meinung nach die vorhandenen Pop-Up-Radwege in Charlottenburg (z. B. in der Kantstraße) langfristig erhalten oder sogar noch ausgebaut werden?

Mit freundlichen Grüßen
F. K.

Frage von Florian K. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 30 Minuten 4 Sekunden

Sehr geehrter Herr K.,

vielen Dank für Ihre Fragen, die ich gerne beantworte:

1. Ja, der Ausbau des Radwegenetzes in Berlin muss schneller vorangehen - nicht nur wegen der Klimaziele, sondern vor allem, um denen, die sich für das Radfahren entscheiden, eine bessere und sicherere Mobilität als derzeit bieten zu können.

2. Es bedarf eines konkreten Plans, wie ein flächendeckendes Radwegenetz auf dem Gebiet konkret in der Zukunft aussehen soll, dazu braucht der Bezirk nicht auf den Radverkehrsplan des Senats zu warten, sondern könnte auf vorliegenden Konzepten aufbauen. Außerdem sind Radwege baulich vom Autoverkehr zu trennen und in einem guten Zustand zu halten bzw. zu bringen. Wichtig ist mir auch, Kreuzungen umzubauen und zu entschärfen, um Abbiegeunfälle möglichst vermeiden zu können. Auch das Bike Sharing Angebot muss besser werden, das auf dem Gebiet des Wahlkreis noch nicht befriedigend ist. Zudem sind die Fahrrad-Abstellplätze der Nachfrage entsprechend weiter auszubauen.

3. Pop-up Radwege sollten dort verstetigt werden, wo sie gut geplant sind. In der Kantstraße ist das aber nicht der Fall, dort werden derzeit Feuerwehr, ÖPNV (Bus) und Wirtschaftsverkehr behindert, auch sind die Kreuzungen mit größeren Straßen gefährlich gestaltet. Die Kantstraße braucht deshalb eine andere Planung, für die ich zusammen mit Studierenden der TU und der BVV-Fraktion der FDP auch Vorschläge entwickelt habe, u.a. den Wegfall des Mittelstreifens und Längs- statt Querparken an den Stellen, an denen Platz gewonnen werden muss, um eine Autospur, eine Busspur und einen Radweg parallel in das Straßenprofil bringen zu können.
https://www.hennerschmidt.de/kantstrasse-besser-machen/
Zusätzlich sollte (wie seit langem diskutiert) auch eine parallele Fahrradstraße festgelegt werden.