Einerseits wird der demograf. Wandel als große Herausf. benannt, andererseits steigen die finan. Belastu. für Familien. Wie passt das zsm & welche konkreten Maßnah. sind geplant, um Fam. zu entlasten?
Viele berufstätige Familien stehen bereits heute unter erheblichem finanziellen Druck. Steigende Kita-Beiträge, höhere Essensgelder und weitere Kosten für die Kinderbetreuung belasten Familien zusätzlich. Gleichzeitig wird der demografische Wandel als eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen bezeichnet.
Vor diesem Hintergrund stellt sich für mich die Frage, warum Familien derzeit eher mit steigenden Belastungen konfrontiert werden, anstatt gezielt entlastet und in ihrer Familiengründung unterstützt zu werden. Gleichzeitig wird vielfach darauf verwiesen, dass der Fachkräftebedarf unter anderem durch die Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte gedeckt werden soll. Ich frage mich daher, warum nicht mindestens ebenso stark darauf gesetzt wird, die Rahmenbedingungen für Familien so zu verbessern, dass sich mehr Menschen für Kinder entscheiden und diese später selbst als gut ausgebildete Fachkräfte zum Arbeitsmarkt beitragen.
Liebe Frau W.,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Aus unserer Sicht passen die von der Bundesregierung verursachten steigenden finanziellen Belastungen für Familien nicht zu den Herausforderungen des demografischen Wandels.
Angesichts anhaltend niedriger Geburtenzahlen braucht es eine starke und verlässliche Unterstützung von Familien. Familien halten dieses Land zusammen. Sie verdienen Anerkennung, gute Rahmenbedingungen und finanzielle Entlastung.
Die Bundesregierung tut jedoch das Gegenteil: Sie stopft Haushaltslöcher auf Kosten von Familien. Im Haushalt 2027 wird beim Elterngeld, beim Wohngeld, beim Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende und bei der frühkindlichen Bildung gespart. Zudem wird der Kindersofortzuschlag gestrichen.
Wir setzen uns dafür ein, dass die Bundesregierung diese Kürzungen bei Kindern, Jugendlichen und Familien zurücknimmt. Dazu haben wir Anträge mit konkreten Gegenvorschlägen entwickelt und in den Bundestag eingebracht. So wollen wir beispielsweise das Elterngeld ausbauen und stärker in die frühkindliche Bildung investieren. Zur Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen haben wir zudem vor der Sommerpause ein Konzept vorgelegt (https://dserver.bundestag.de/btd/21/066/2106644.pdf) .
Denn Investitionen in Familien und Kinder sind Investitionen in die Zukunft. Deshalb ist es so wichtig, Familien zu stärken und ihnen gute Rahmenbedingungen zu bieten. Sie allein werden den demografischen Wandel angesichts der seit Jahren niedrigen Geburtenzahlen jedoch nicht aufhalten. Deshalb müssen wir gute Voraussetzungen dafür schaffen, dass Fachkräfte aus dem Ausland zu uns kommen und hier dauerhaft leben und arbeiten können. Auch sie werden angesichts der demografischen Entwicklung gebraucht.
Viele Grüße
Team Dröge